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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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52hervorragende Erscheinung, aber die einzelnen Gruppen würdenauch ohne seine Gegenwart verständlich sein, und umgekehrt erallein ohne seine Umgebung. Hier concentrirt sich der Haupt-gedanke nicht vollkommen in der Hauptperson, was im Hiobder Fall ist, sondern die Grundidee ist über das Ganze vertheilt,und verkettet das Einzelne mit gleichen Ringen, wovon einernicht bedeutend größer ist als der andre. Es bedurfte in derThat des enormen Talents eines Bendemann, um den Mangelan Einheit bei genauer Ansicht als scheinbar erkennen zu lassen.Hiob mit seiner Frau und seinen Freunden unter denTrümmern seines Hauses liegend, ist eine Verbildlichung derwunderschönen Bibelstelle, wo es heißt: (Cap. 2, 11 flg.)Daaber die drei Freunde Hiob's höreten all das Unglück, das überihn kommen war, kamen sie, ein jeglicher aus seinem Ort.Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar vonNaema. Denn sie wurden eins, daß sie kämen, ihn zu klagenund zu trösten. Und da sie ihre Augen aufhuben von ferne,kannten sie ihn nicht. Und huben auf ihre Stimme und wei-neten, und ein jeglicher zerriß sein Kleid, und sprengeten Erdeauf ihr Haupt gen Himmel. Und saßen mit ihm auf der Erdensieben Tage und sieben Nächte, und redeten nichts mit ihm:denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war. Ein zauber-volles Schweigen ruht geheimnißvoll auf der Gruppe, das selbstdie lauten Staunensrufe des Zuschauers niederdrückt, und seineGedanken weit entfernt in die trüben Tage der Vorzeit sendet.Herbes Mitleiden flößt die niedergebeugte, in ihren Formenathletische Gestalt Hiob's ein, aber mit sinniger Wahrheit verräthdie nicht unbelebte Carnation und kräftige Muskelbildung, nebstdem Auge, worin ein letzter Schimmer von Trotz glimmt, dieGefühle des Leidenden und das baldige Aufbrausen und gottes-