51Je geboren, als meinen Juria.Brankowich's Gemahlin: „Einen größernMächtigern, berühmtern als mein Vuko,Hatte keine Mutter.“ Und die GattinCobilich's, die stolze Vukowissa,Lachte laut und sprach zu ihren Schwestern:„Höret endlich auf, ihr armen WeiberPrahlet mir nicht mehr von eurem Vuko 2c.Aber rühmt mit mir den edlen Milos u. s. w.Wodurch hat nun der Maler diesen Streit, worauf dieganze Katastrophe der Erzählung beruht, angedeutet? Nur etwasglaubt der Zuschauer zu erkennen, nämlich daß die stolze Frauen-gestalt mit dem Knaben an der Hand' Milos' Gattin ist10. Von den ernsten, strengen Werken Bendemann's wendenwir uns zu den weicheren, sentimentalen Hübner's. Dieserkunstreiche Maler hat den Kreis seiner Entwickelung noch nichtvollendet, aber mit Freuden erkennen wir aus seinem neuerenWerke „Hiob“ den stärksten Fortschritt von der früheren süßlichmaterialistischen Manier zu einer edlen Anschließung an die höherengeistigen Tendenzen Bendemann's und Lessing's. — Unverkennbarist der Impuls zu dem „Hiob“ von dem „Jeremias“ gegebenworden, jedoch ist Auffassung und Behandlung original.Hiob ist in Hinsicht der charakteristischen Einheit und künstle-rischen Abgeschlossenheit ein glücklicheres Sujet als der Jeremias.Seine Darstellung bezeichnet eine sichere Handlung, der Zuschauerwird auf der Stelle mit des Malers Absicht vertraut und bedarfkeiner anstrengenden Forschung, um den Hauptgedanken zu er-rathen. In der Gruppe des Hiob ist dieser unbedingt dieHauptperson, und die andern Gestalten dienen nur dazu, dieAufmerksamkeit geschärfter auf den Leidenden hinzulenken. ImJeremias dagegen ist der Prophet zwar allerdings eine bedeutend
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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