50 —und kunstreicher Ausführung ausgestattet, müssen wir die „Far-benskizze nach einem morlakischen Gedichte“ total verfehlt nennen.Eine alte morlakische Fürstin sitzt auf einem niedern Divan unterprächtigem Thronhimmel, sich mit einem Arme auf die Kissenstützend, mit dem andern eine ihr an der Brust ruhende jungeFrau umarmend. Zwei andre Damen nahen in einiger Ent-fernung, die erste mit ausgestreckten verlangenden Armen, dieandere ruhig und würdevoll mit einem Knaben an der Hand.Der Zuschauer, welcher nicht in Herder's Stimmen der Völker(Werke VII, 138) den Gesang von Milos Cobilich und VukoBrankowich gelesen hat, oder den Inhalt in der Erinnerungnicht auf der Stelle sich vergegenwärtigt, wie es natürlich ist,da dies Lied wenig bekannt ist, wird in dieser Gruppe nur eineMutter mit ihren heimkehrenden Töchtern erblicken, aber die zurErklärung nothwendigen Specialitäten bleiben ihm fremd, under sieht ohne verständige Theilnahme wie einem Schauspiele infremder Sprache zu. (Am Ende dieses Abschnitts kommen wirnoch einmal zurück auf den Fehler der Maler, ihre Stoffe auswenig bekannten Gedichten zu wählen.)Mit dem commentirenden Gedichte zur Hand ist die Er-klärung schon weit möglicher, obwohl noch immer unzulänglich.Die vom Maler ausgewählten Verse lauten nämlich:Drei Schwestern kamenIhre liebe Mutter zu besuchen.* * * * * * * * * *Alle gaben freundlich um die WetteSich die ersten Grüsse; aber schleunigGlimmet Zwietracht unter ihnen, jedeFänget ihren Ehherrn an zu lobenIn dem weißen Pallast des Lazaro.Jelina begann zu rühmen: „Fürstin,Einen stolzern Mann hat keine Mutter
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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