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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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49hat Bendemann zum Thema einer andern Idylle genommen.Auf Bergesmatten, worauf die ruhige Herde weidet, sieht manden jungen Schäfer an sein Mädchen sich schmiegend, mit dieserin die schöne weite Ferne unter ihnen schauen; sein Kinn ruhtauf ihrer Schulter, sein Arm hat sie umschlungen. Der Blickder Liebenden ist von höchster Reinheit und ihre Züge sind sosittlich streng und hehr, wie sie Kindern der Natur geziemenFrische Bergesluft umhaucht ihre Wangen und Herzen, und halbverwundert schauen sie in die bunte Abwechslung tief unten imThale; doch regt sich nicht der leiseste Wunsch in ihnen, hinab-zuschreiten, und ihre ruhige Befriedigung für lockende vergänglichtGenüsse hinzugeben. Eine Atmosphäre heiliger Ruhe hat Naturund Menschen in diesem schönen Bilde in ihren stillen Zauberduftgehüllt.Nicht durch das Gefühl erhebender Einsamkeit, sonderndurch den blendenden Eindruck reicher Naturfülle zieht dieErnte, eine Idylle in Virgiliſchem style, an. An den Stammeines Feigenbaums lehnt der Besitzer des Feldes mit langemBarte, rothem Mantel und Stab in der Hand. Etwas entferntvon ihm sitzt ein blühendes junges Weib mit einem nacktenspielenden Knaben und andern zur Seite am Boden. ImVordergrunde naht eine schlanke, volle Mädchengestalt mit einemGefäße auf dem Haupte. Auf dem sanftgehügelten Boden fließtdas reife Getreide in Goldwellen prächtig dahin, während esauf der andern Seite des Baumes von grünem hängendemRasen eingebettet ist. Hier steht bei den weidenden Schafen derHirt und tiefer unten sitzt ein drolliger Junge, der seinemüßigen Hände unter den Knieen zusammengefalten hat. Indem Kornfelde sind einzelne Arbeiter beschäftigt.Obgleich mit allen Vorzügen der großartigen Auffassung