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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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43will den Enthusiasmus der Religion im Gegensatze zum Mate-rialismus zur äußern Erscheinung bringen. Das neueste histo-rische Bild Lessings (dessen Anschauung uns leider noch nichtzu Theil wurde) scheint die Religion in ihrer Verflachung undWirkungslosigkeit darſtellen zu wollen; der Gegenſtand iſt näm-lich:Ezzelino, Tyrann von Padua im Kerker: scheiternderBekehrungsversuch desselben durch zwei Mönche. Ezzelino istschwer verwundet am Kopfe, und sein trotziger, harter Blickund die geballte Faust bezeichnen, daß die geistlichen Ermah-nungen bei ihm umsonst waren. Ein alter Franciskaner, Zornund Schrecken im Blicke, will fortgehen, ein junger Camaldu-lensermönch aber zögert noch, und scheint die Hoffnung nichtganz aufgegeben zu haben, den grausamen Tyrann zu bekehren.Auf diese Weise wird die Scene von einem Berichterstatter bezeichnet.8. Von Eduard Bendemann (jetzt Professor an derdresdner Akademie) müssen wir an dieser Stelle besonders zweiBilder erwähnen:die Hebräer im Exil undJeremiasauf den Trümmern von Jerusalem. Wenn auch beideBilder aus der Geschichte des alten Testaments genommen sind, sobezeichnen sie doch keineswegs ein einzelnes historisches Factum,und können nicht in die strenge Kategorie der Historienbilderrangirt werden. Gleich dem Sänger Ossian wendet der Künst-ler seine Blicke von dem Standpunkte der Gegenwartaus in die Tage der Vorzeit, und die riesigen Gebilde derVergangenheit steigen aus dem Nebel empor, um ihre Aehn-lichkeit oder Unähnlichkeit mit der Gegenwart zu zeigen. Ausder Geschichte des fatalistischen Judenvolkes wird dem Zuschauereine Periode des Unglücks vorgeführt, und obgleich die Schil-derung dieses Unglücks im Gewande der Vergangenheit erscheint,