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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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42mit gesenktem Haupte zuhört. Die physische Kraft, ohne Ver-bindung der geistigen, spricht sich in dem geharnischten, grim-migen Krieger aus, der die Lanze fest in der Hand hält. Dasrohe Interesse hat ebenfalls seine Stellvertreter in einigen bäu-rischen Gestalten gefunden, wogegen, außer der edlen Leiden-schaft des Priesters ein junger Ritter, der in feuriger Gluthseine Hand schwörend auf die Brust legt, erkennen läßt, daßdie Sache eine heilige ist, und nie dem gänzlichen Untergangeheimfallen wird.Lessing hat begriffen, daß es nur Nebenzweck der Kunstsein kann, Unorganisches oder alltäglich Organisches zu copiren;er weiß, daß ein Gemälde gleich einem Möbel nie dauerndesWohlgefallen erregt, wenn nur dem Auge Genuß verschafftwird. Das Auge soll bei Betrachtung malerischer Kunstwerkeeinzig das Medium sein, wodurch dem Herzen und GemütheNahrung zugeleitet wird, wie das Ohr hinsichtlich musikalischerKunstwerke ähnliche Dienste leistet. Dringt das Wohlgefallennicht durch die Sehnerven des Auges zu den complicirterenOrganen des Gefühls, so schwindet der Genuß mit der Ent-fernung des Gegenstandes, weil in der Erinnerung nichts haf-ten blieb. Lessing vermeidet alles Charakterlose, Vedutenartigeund Unbestimmte; jede Figur, jeder Blick trägt zur Ausfüh-rung der Haupttendenz bei, und diese Haupttendenz beruht aufder Anschaubarmachung menschlicher Gefühle und Leidenschaften.DerRäuber und sein Kind versinnlicht mit unnachahmlicherWahrheit eine Krankheit unsrer Zeit: den Ueberdruß an derVergangenheit, das bange Sehnen nach der Zukunft;Le-nore ist das Abbild der unglücklichen Liebe; dasKönigspaarkann als Symbol geschwundener Würde, oder auch des El-ternschmerzes betrachtet werden, und dieHussitenpredigt endlich