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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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30Enge in das weite Land des Kosmopolitismus tritt. DasHöhere und Geistige in der menschlichen Natur zur Erschei-nung zu bringen, den tiefsten, innersten Gefühlen der Menschen-brust Farbe zu leihen das ist die schöne Mission der bil-denden Kunst, die, eine erhabene Gefährtin der Poesie, mitdieser gleiche Ziele verfolgt und sie erreicht, wenn die techni-schen Gesetze gebührend berücksichtigt werden.Man verstehe uns übrigens nicht falsch, und glaube, wirverlangen blos melancholische Thränenbilder, Jeremiaden undTragödien; auch in der heitern Seite des Lebens kann dasGemüthliche, Menschliche, frei von sentimentalen Auswüchsen,durchklingen. In der Historie verlangen wir die Durchbildungeines ernsthaften, allgemein verständlichen Gedankens; in derLandschaft suchen wir das Durchblicken einer menschlichen Idee,welche dem physischen Motive Leben ertheilt, in dem humori-stischen Genrebilde wollen wir dem Spotte über das Gemeineeine Hinweisung auf das Edle vergesellschaftet sehen. Wir ver-langen die Wirklichkeit, weil sich eben in ihr Ideales und Ge-wöhnliches verschmelzen. Die Wirklichkeit, das Natürliche istnie blos gemein, in ihm entfaltet eine höhere Bestimmung stetsihre schönen Fittige; die geistige Würde ist in Allem erkennbar,was die Grenze des Menschlichen weder nach unten noch obenüberschreitet. Das Natürliche verlangen wir, weil dies alleinzu dem Herzen und Sinne der Menschen spricht, weil das Ge-meine ohne Wahrheit ekelhaft, weil das Ideale unverständlichist. Der Mensch ist ein Amalgama des Irdischen und Gött-lichen, des Geistigen und Körperlichen, und nur was in Be-ziehung mit ihm tritt, kann ihn ansprechen.Strebte in frühern Perioden die Kunst nach dem Idealedes Göttlichen, so ließ sie die Menge ohne Zweifel kalt, und