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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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28der Dame. Die genealogischen Tabellen werden selten neu auf-gelegt, dagegen verwandeln sich die früheren trocknen Hand-bücher der Geschichte in belebte Culturgeschichten. Man willThatsachen und keine Zahlen, man will die Gründe der That-sachen kennen und ihre Folgen; man combinirt und commentirt,und macht so geschickt Jagd auf ächte Prämissen, wie früherauf falsche. Man ist so hartherzig geworden, an gewissen vä-terlichen Regierungen zu zweifeln, und so weichherzig, über dieUnrechtmäßigkeit der Todesstrafe zu debattiren. Man applicirtsehr bekannte algebraische und astronomische Sätze auf Staats-leben und Religion; man weiß z. B., daß die großen Gestirnenicht um die kleinen kreisen, daß Viel mehr ist als Wenigund Einer nicht so stark als Hundert, daß Drei in jedem FalleDrei sind und niemals Einer u. s. w.Ach, der Zeitgeist ist ernst geworden, hypochondrisch undblutspeiend, er sehnt sich mehr nach Herzen als nach Decora-tionen, er hat den Vorurtheilen die Kleider abgezogen, undreibt ihre fetten Leiber mit scharfem Pfeffer ein. Die leichtenScherze und Schäfertändeleien sind verstummt, der pikante Hu-mor und der unerbittliche Spott lassen weithinschallende Klängeertönen.Wahrscheinlich ist unsre Erklärung des modernen Zeitgeistessehr ungenügend, vielleicht sogar im Einzelnen falsch, allein esist schwer, das im Entwickeln Begriffene klar zu erläutern,und manches Götterkind, das in seiner Jugend γλαυκῶπιςaussah, blickte nachher mit Katzenaugen. Dann sehen auchviele alte Leute mit umgekehrtem Fernrohre die Begebnisse anwodurch die Löwen zu Katzen werden, und die Sonne zurNachtlampe. Doch für diese schreiben wir nicht.