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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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sind etwa die Ingredienzen eines Schlachtbildes. Die wuth-entflammten Augen und ausdrucksvollen Züge der Krieger, unddie schönen Formen der Pferde (wenn sie sich in einem derartigenBilde vorfinden sollten) vermögen doch wahrlich nicht dasUebermaß des Scheußlichen vergessen zu machen?Aber die Idee des Schönen hatte sich zur Zeit des Maler-königs David und noch weit darüber hinaus ängstlich unter derHirnschale weniger griesgramigen Aesthetiker verborgen; mandemonstrirte mit einem Sansculottenpathos:weil das Effectvolledie Wirkungen des Schönen verursacht, ist seine Identität mitihm erwiesen. Ein herrlicher logischer Gallimathias.Kurz vor dieser Gewaltperiode hatte in Italien Mengseine Restauration der Kunst versucht, die aber mißlang, weilman keine Menschen mehr aus todtem Lehm, und keine schönenFiguren aus regelrechten Strichen componiren kann. Mengswar ein Copist der Antiken, denen er zuweilen die Form, undnie den Geist stahl. Der Geist ist gebannt in diese marmornenDenkmale, und nur der Salomonische Schlüssel Raphael's erlösteihn auf kurze Zeit.In diesem trübseligen Künstlerjammer, diesem ewigenSchwanken zwischen Scylla und Charybdis, zwischen Form undUnnatur, geriethen einige sanfte Menschen, deutsche Dichter-künstler, auf den frommen Gedanken:der Verfall der Kunstsei blos dem Verfall der Religion zuzuschreiben; die Reformationsei an Allem Schuld! Das ließ sich hören, und war sogar ziemlichwahr und vernünftig; aber es war nicht vernünftig, post festumzu erscheinen. Diese heiligen Menschen fingen ihr Werk sehrlöblich an, d. h. sie begaben sich alle zuvörderst in den Schoofder alleinseligmachenden Kirche zurück. Nun träumten sie Tagund Nacht von Nichts als blondhaarigen Madonnen und süßen