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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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18Künstler geboren wurden, die sich jedoch meistens auswärtigenSchulen anschlossen. Die trefflichen Landschafter Claude undGaspard Poussin sind ohne Nachfolger und unerreicht geblieben,sie schließen sich der niederländischen oder römischen Schule an,wie der verständige Nicolas Poussin mehr oder weniger zu derCarraccischen Schule gehört. Lebrun, Lesueur, Ch. Vernet stehenvereinzelt unter abscheulichen Stümpern, obwohl selbst ihre Talentenicht eminent zu nennen sind. Die Franzosen, bis auf denheutigen Tag servile Sclaven der Mode (gleichviel ob selbster-fundener) verleugnen diesen Naturtrieb auch nie in ihrer bildendenKunst. Das Schöne war ihnen selten das Einfache, das Thea-tralische stets das Erhabene; sie besitzen weder die Geschmacks-reinheit der südlichen Völker, noch die Gefühlsinnigkeit der nörd-lichen, und so kann weder ihre alte noch neue Kunst und PoesieAnspruch auf Wahrheit machen, obwohl sie die Lehre vondem scheinbar Schönen bis auf den Grund studirten.Die Kunst, als Sclavin der Mode, verirrte sich bei diesemVolke in der Mitte des 18. Jahrhunderts fast bis zur Ver-nichtung; ja eine Vernichtung wäre heilsamer gewesen als diesesclavische Vegetiren. Vanloo, Subleyras, Boucher, Watteausind die Anführer der fadesten aller Manieren, des Pompadour-stoles, in welchem miserable Schnörkeleien und Arabesken denMangel einer gedankenreichen Composition, und unzählige fleischigenakte Körper den der Schönheit ersetzen sollten. Da dieseKunstrichtung weder aus einem Bedürfniß der Menschheit her-vorgegangen, noch von ausgezeichneter Technik gestützt wurde,so hätte es wahrlich keiner Revolution bedurft, sie zu stürzen;ein einzelner Künstler, mit guten Principien und ohne Rücksichtauf die krankhafte Zeit zu nehmen, würde das falsche Karten-gebäude umgeblasen haben.