16Bewußtsein der Unmöglichkeit können wir uns erklären, weshalbdie Griechen und ältern Italiener keine Landschaften malten,wenigstens nicht in dem Sinne, wie wir das Wort verstehen.Bis zur Zeit der großen, holländischen Landschafter war dieStaffage in landschaftlichen Gebilden immer Hauptsache, von nunan änderte sich dies: Staffage wurde nur aus Gewohnheitbeibehalten oder ganz verworfen.Der Niederländer, ohne Phantasie, aber mit reinem Ge-fühl für Naturgegenstände in jeder Beziehung und einem öko-nomischen Verstande begabt, vereinte diese Eigenschaften mit einervollkommenen Handhabung der äußerlichen DarstellungsmittelEr versenkte sich gleichsam in seine einfache Natur, und repro-ducirte sie auf der Leinwand mit unnachahmlicher Treue, daihn eine belebte Phantasie nicht veranlaßte, das Wirkliche zuüberschreiten und unnatürlich zu werden. Dies Letztere mußallen Malern anderer Nationen zum Vorwurf gemacht werden,selbst einen Claude Lorrain nicht ausgenommen. Auch vieleNiederländer wichen von ihrer natürlichen Weise ab, und wähl-ten erhabene und deshalb unmalerische Scenen zu ihren Vor-würfen; so namentlich die beiden Both, Savery, Pynaker u. A.Den reinen natürlichen Landschaftsstyl aber vervollkommnetenRuysdael, Albert Cuyp, Hobleema und die Seemaler Wilhelmvan de Velde und A. van der Neer. Seestücke gehören zwarin mancher Beziehung zu den verwerflichsten Abarten der Kunst,da das Meer vielleicht der unmalerischste Gegenstand der Naturist, und die Illusion nie vollkommen erreicht wird, aber Wil-helm van de Velde nahm, wo sich das eine Element wider-spenstig zeigte, seine Zuflucht zu dem andern: der Luft; A. v. d.Neer suchte durch treffliche Mondscheine zu gefallen.Das Genrebild und die sogenannten Stillleben der Nieder-
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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