11Luxusbildchen: Tänzerinnen, Nymphen, Heuschrecken, blendendeSchmetterlinge, Vögel als Wagenlenker u. s. w. darstellendwogegen im 16. und 17. Jahrhundert spielende Soldaten,Marktweiber, Zigeuner u. s. w. statt der biblischen Historienbeliebt wurden.Zur Zeit Nero's wurden Rhyparographen (Gladiatoren-kämpfe) gemalt, und die Kunst nahm einen so erhabenen Schwung,daß des Kaisers Portrait 120 Fuß hoch gebildet wurde; auchgab man den Kaiserinnen Züge der Venus und Minerva, undden griechischen Heroen wurden die Köpfe abgeschlagen, um ihreRümpfe mit Imperatorenhäuptern zu zieren. Hier übte die Zeitunverkennbar ihren Einfluß auf die Kunst aus, da aber in derZeit selbst kein künstlerisches und menschliches Element vorhandenwar, so mußte sie und ihre Kunst bald von ihrer unnatürlichenHöhe stürzen.Die Kunst des Mittelalters beruhte auf gleichen und dochwieder der griechischen sehr unähnlichen Elementen.Die Gleichheit bestand in ihrem Ursprunge, da sie beideKinder des religiösen Gefühls waren; die Verschiedenheit aberin ihren Sujets und Anschauungen.Die griechischen Künstler waren Pantheisten, die christlichenMonotheisten; jene zeichneten sich durch großartige Schöpfungen,reines Schönheitsgefühl und gewandte Technik aus; diese ersetztenihre Mängel in Zeichnung, Erfahrung und Geschmack durchInnigkeit und Gefühl. Analog der großen Verschiedenheit ihrerreligiösen Symbole und Dogmen schied sich auch die künstlerischeIntuition in ihren Kunstwerken. Der Grieche glaubte dasSchöne in dem menschlich Erhabenen, der Christ in dem mystischGefühlvollen zu finden. Beide erfüllten würdig das Bedürfnißihrer Zeit, wenn wir auch natürlich als neutrale Beurtheiler
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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