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2 (1890)
Entstehung
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374
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374 Nachträge.

Bessere Vergleicliimgspunkte mit den bei Verbrechern vonmir erlangten Ergebnissen bieten meine Untersuchungen von69 Individuen verschiedenen Alters, vorzugsweise aus unterenStänden, obgleich die auf die Frauen bezüglichen Verhältniss-zahlen, wegen der geringen Zahl der Untersuchten, meinesErachtens mit Vorbehalt aufzufassen sind.

Von 47 Männern zwischen 14 und 80 Jahren besassen21 (44,6%) keine normale Hörschärfe. Die Krankheitennahmen aber regelmässig mit dem vorgeschritteneren Alter innachstehender Reihenfolge zu. Es befanden sich

unter 6 Individuen von 14 bis 20 Jahren keine Kranke 26 ., 20 40 9 Kranke, also 34 %

8 40 60 6 75

7 60 80 6 86

Von 22 Erauen fand bei 5 (22%) Abnahme der Hör-fähigkeit statt und zwar befanden sich

unter 3 Individuen von 15 bis 20 Jahren keine Kranke

13 ., 20 40 3 Kranke, also 23 %

5 40 60 2 40

Die von mir beobachteten Krankheitszustände bei 69.normalen Individuen lassen sich folgendermaassen gruppiren:

Otitis media catarrh. und purulenta.......11 Fälle

interna und media.................. 3 ,,

specifica und bei Gewerben ... 4

senilis, meist interna......... 9

27 Fälle

Aus meinen Beobachtungen geht nun hervor, dass Ohren-krankheiten im allgemeinen bei Verbrechern häufiger vorkommen,als bei Normalen, ferner, dass dieselben seltener bei Ver-brecherinnen als bei Verbrechern vorkommen". (Normale Männer44,6%, Frauen 22%(?); Verbrecher männl. Geschl. 67,3%,weibl. Geschl. 53,5%.)

Wie soll man dieses häufige Vorkommen von Ohren-krankheiten in der Verbrecherwelt erklären? Vor allemmuss man dafür die ungünstigen hygienischen Verhältnisse,unter denen sie innerhalb wie ausserhalb des Gefängnissesleben, verantwortlich machen.