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Bessere Vergleicliimgspunkte mit den bei Verbrechern vonmir erlangten Ergebnissen bieten meine Untersuchungen von69 Individuen verschiedenen Alters, vorzugsweise aus unterenStänden, obgleich die auf die Frauen bezüglichen Verhältniss-zahlen, wegen der geringen Zahl der Untersuchten, meinesErachtens mit Vorbehalt aufzufassen sind.
Von 47 Männern zwischen 14 und 80 Jahren besassen21 (44,6%) keine normale Hörschärfe. Die Krankheitennahmen aber regelmässig mit dem vorgeschritteneren Alter innachstehender Reihenfolge zu. Es befanden sich
unter 6 Individuen von 14 bis 20 Jahren keine Kranke„ 26 ., „ 20 „ 40 „ 9 Kranke, also 34 %
„ 8 „ 40 „ 60 „ 6 „ „ 75 „
„ 7 „ „ 60 „ 80 „ 6 „ „ 86 „
Von 22 Erauen fand bei 5 (22%) Abnahme der Hör-fähigkeit statt und zwar befanden sich
unter 3 Individuen von 15 bis 20 Jahren keine Kranke
„ 13 „ ., 20 „ 40 „ 3 Kranke, also 23 %
„ 5 „ „ 40 „ 60 „ 2 „ „ 40 „
Die von mir beobachteten Krankheitszustände bei 69.normalen Individuen lassen sich folgendermaassen gruppiren:
Otitis media catarrh. und purulenta.......11 Fälle
„ interna und media.................. 3 ,,
„ „ specifica und bei Gewerben ... 4 „
„ „ senilis, meist interna......... 9 „
27 Fälle
Aus meinen Beobachtungen geht nun hervor, dass Ohren-krankheiten im allgemeinen bei Verbrechern häufiger vorkommen,als bei Normalen, ferner, dass dieselben seltener bei Ver-brecherinnen als bei Verbrechern vorkommen". (Normale Männer44,6%, Frauen 22%(?); Verbrecher männl. Geschl. 67,3%,weibl. Geschl. 53,5%.)
Wie soll man dieses häufige Vorkommen von Ohren-krankheiten in der Verbrecherwelt erklären? — Vor allemmuss man dafür die ungünstigen hygienischen Verhältnisse,unter denen sie innerhalb wie ausserhalb des Gefängnissesleben, verantwortlich machen.