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2 (1890)
Entstehung
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Nachträge.

Zur Analogie der Epilepsie und des Verbrechens liegennoch weitere Beweise und Beobachtungen vor, die wir in Er-gänzung des in Band I. Mitgetheilten hier nachträglich folgenlassen.

Demselben Zwecke dient eine weiterhin mitgetheilte Reihevon neueren das mehr oder minder physiologische Verhaltendes Verbrechens gegenüber dem normalen, sowie der MoralInsanity und der Epilepsie betreffenden Untersuchungen.

I.

Zur Epilepsie.

Schädel- resp. Gesichtsasymmetrie fand Samt bei 55 °/°epileptischer und hei 41 % nicht epileptischer Individuen.

Nach Claeck [Epilessia criminelle) vererbt sich die Epilepsieöfter von Seiten eines epileptischen oder trunksüchtigen Vaters;von ersterem in 30 %, von letzterem in 33 %, und zwar 23 %männlichen, 10 % weiblichen Geschlechts.

Augenfehler fand Wildermuth unter 200 Epileptischenin 50%, Ohrenleiden in 10%, Gesichtsasymmetrie in 9%,und zwar Avar fast immer die rechte Gesichtshälfte kleiner.

Koordinationsstörungen an den Gliedmaassen und beimSprechen fand derselbe bei 20 % seiner Epileptischen.

Herzleiden fand Gowers bei 93 unter 900 Epileptischen.Möglicherweise waren es noch mehr, da er in vielen Fällennicht auskultiren konnte. Bei 20 war es Mitral-Insuffizienz,