Die Nase. 347
Demnach finden wir überhaupt dicke und kurze Händebei den Verbrechern gegen die Person — die Raufbolde etwaausgenommen, lange Hände dagegen bei den Eigenthumsver-brechern, wo überdies der Fingertheil dem Palmartheil in derLänge gleichkommt oder ihn sogar überragt.
IV.Die Nase.
Unter den Schädelanomalien der Verbrecher fand sichDepression des Nasaltheiles der Grlabella in 6 % (von 82Untersuchten), Trichterform oder Erweiterung des Nasenkanalesin 5,6 % (unter 88), Offenbleiben der Internasalnaht in 63 %bei Verbrechern, in 4,5% bei Normalen. (Vgl. Vuomo clelinq.Vol I. p. 164.)
Die Incisura nasalis fand Ottolenghi 1 in vielen Fällenabnorm, rinnenförmig u. s. w.
Bei 54 männlichen Verbrechern im Verhältniss von48,14%, bei recidiven Frauen nur in 33,3%, bei Normalenin 23,92 %.
Bei 50 Irren in 42%; bei 13 Epileptischen in 38,46%,bei 20 Kretins in 55 %•
Die Nasenbeine waren eingedrückt (Quetsch-, "Stumpfnase-schiacciato) bei 40 Dieben (in 32,50 %), bei ebenso vielenNormalen nur in 28 %.
Geringeren Abstand voneinander zeigten die Nasenbeinebei 10 Mördern, d. b. in 50 %, während bei Normalen dasnur in 6 % vorkommt.
Die Apertura nasalis, die hur in 8 % bei Normalen (60)asymmetrisch, Welckees pteleorhinnica, gefunden wird, wares in 36 % unter 50 Verbrechern.
Den Nasenstirnwinkel fand Ottolenghi bei (40) Dieben in33 %, bei (50) Normalen nur in 26 % spitz.
1 0., Das Nasenskelett und die Nasenform bei Verbrechern,Irren, Epileptischen und Kretins (in Arch. di Psichiatr., scienze penaliecc. Vol. IX. 1. 1888:.