Die Hand. 345
Bezüglich der einzelnen Gruppen ergiebt sich:
1. bei den Dieben eine bemerkenswerthe Breitspurigkeitnebst grosser Schrittlänge;
2. bei den Mördern geringere Breitspurigkeit, indem dieWinkel, den die Pussachsen mit der Schrittlinie bilden,geringer sind; ausgesprochene Linksseitigkeit;
3. bei den Stupratoren kleine Schritte; geringere Links-seitigkeit.
Diese Ergebnisse werden uns durch die Beobachtungen aneinem hypnotisirten gesunden Individuum bestätigt, daszuvor cbarakteristischen Gang der Normalen zeigte, also:
seitliche Entfernung, rechts 7,5, links 8,5Abweichungswinkel . „ 17",1' „ 15°, VSchrittlänge........ „ 68,5, ,, 66
während dasselbe unter der Suggestion als Brigant folgendeZahlenverhältnisse ergab:
seitliehe Entfernung, rechts 12,8, links 16,8Abweichungswinkel . „ 14°, „ 17°, 3'Schrittlänge........ „ 80,1, „ 88,5
Aus allem geht hervor, dass der Gang der Epileptischen(vom Schwanken und der Kleinheit der Schritte abgesehen)dem der Verbrecher sehr ähnlich ist.
III.
Die Hand.
Das Verhältniss der Länge der Hand zur Körperlänge,letztere mit 100 angenommen, hat Hurmeister für den normalenEuropäer mit 10,6 bestimmt; Prixster-Bey nach Messungen amSkelet mit 10,94;. Quetelet fand 11,5 bei 300 Belgiern im'Alter von 25 bis 30 Jahren.
Marro hat zwar keine grosse Zahl Normaler daraufuntersucht, aber ein dem von Pruner-Bey gefundenen Mittelnahestehendes Verhältniss gefunden, nämlich 10,97, als Er-gebniss der äussersten Grenzzahlen 10,5 und 11,4.
Bei Verbrechern sind die Schwankungen in den Längen-maassen der Hand viel bedeutender. Die Grenzen liegen zwischen