Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
344
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344 Nachträge.

1. einen leichten Grad von Hin- und Herschwanken,so dass sie auf einem Gang von 78 Metern nichtselten von einer Seite der Schrittachse zur anderenwankten;

2. ein ausgeprägtes Seitwärtsneigen, in vielen Fällenwirklichen Manciuismus;

3. eine breitspurige Körperhaltung;

4. eine kürzere Schrittlänge als hei Normalen (wobeiindes zu bemerken, dass dieses Epileptische waren,die in Spitälern verpflegt wurden).

Durchschnittlich ergab sich:

Seitliche Entfernung, rechts 7, links 7,2, zusammen 14,2Abweichungswinkel.. 17", 18° 5' 35° 5'

Schrittlänge........ 59, 60.

Nach dem epileptischen Anfalle wird übrigens das Seit-wärtsschwanken bei Allen erheblich verstärkt, die Schrittekleiner und ungleich bezüglich der Länge, die Haltung breit-spuriger und der Abweichungswinkel grösser.

Bei 40 Verbrechern fanden sie:

Seitliche Entfernung, rechts 7,4, links 6,8, zusammen 14,2Abweichungswinkel .. 17°, 2', 19°, 2', 36°, 4'

Schrittlänge........ 70,6, 72.

Folglich ist

1. der Schritt der Verbrecher länger, als der derNormalen, wohl infolge ihrer robusteren Körperbe-schaffenheit ;

2. das Ausschreiten links weiter, als rechts;

3. die seitliche Entfernung rechts grösser, als links;

4. der Abweichungswinkel des rechten Fusses kleiner,als der des linken.

Im allgemeinen ist bei Verbrechern die linke untere Ex-tremität in Bezug auf den Gang wuchtiger (prevali) als dierechte (bei Normalen findet das Gegentheil statt), mit anderen"Worten, es findet sich bei ihnen fast immer eine ausgesprocheneLinksseitigkeit.