Aehnlichkeit im Gehen. 343
bei 7 Stenose, bei 7 Aorten-Insuffizienz, bei 1 Aorten-Stenose.Häufig ist das Herzleiden früber als die Epilepsie aufgetreten. —Aucb Wagner und Lemoine fanden Herzleiden bäufig, nament-licb Aorten-Insuffizienz und Aorten-Stenose.
In einem Fall (bei Lemoine) von Aorten-Insuffizienzgingen dem Anfall Präkordialangst und Schwindel vorauf..Rosenthal spricht von Embolie der Karotis, infolge derenepileptische Anfälle vorkommen, was durch die entstehendeHirnkongestion zu erklären. Dass Hirnkongestion oft die Ur-sache von Epilepsie abgiebt, wurde schon von Lepine (Societede Biologie 1877) und von Merson (Wcst-IUding Liinat. Asyl.Report 1875) nacbgewiesen. So riefen Hustenstösse bei • einemPhthisischen Schwindel und Bewusstlosigkeit hervor.
Desgleichen veranlasst Plethora abdominalis und daraufberuhende Hirnkongestion epileptische Zufälle.
II.
Aehnlichkeit im Gehen bei Verbrechernund Epileptischen.
Gilles de la Tourette (Müdes cliniques et physiologiquessur la marche, Paris 1886) Untersuchungen über das Gehenergaben, dass im normalen Zustande das Ausschreiten desrechten Fusses länger, als das des linken, ferner dass dieseitliche Entfernung des rechten Fusses von der Mittellinie{Schrittachse) kürzer ist, als die des linken, endlich dass derAbweichungswinkel der Achse des Fusses von der Schrittlinierechts grösser als links ist. Folglich ist Pechtsseitigkeit über-wiegend.
Die umstehende Tafel versinnbildlicht dieses Verhältniss.
Anders liegt es nach Peracchias und Lombrosos Unter-suchungen bei Verbrechern und Epileptischen. "Während siebei Normalen folgendes Zahlenverhältniss fanden:
Seitliche Entfernung von der Mittellinie rechts 5,46, links 6,2 zus. 11,7
Ahweichungswinkel.................. „16° 31', „15° 33' „ 32"4,
Schrittlänge........................ „ 65, „ 63.
ergab die Untersuchung von 20 Epileptischen: