Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
13
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Erstes Kapitel. Unterscheidungszeichen. 13

Groschen vernriethete, die er pünktlich bezahlte. In den letztenTagen war er 70 Pfennig schuldig geblieben, die er späterzu bezahlen versprach. Die Alte fing an ihm Vorwürfe zumachen und ihn zu beleidigen; sie nannte ihn Betrüger; daerfasste ihn ein heftiger Zorn und er versetzte ihr mit einemBeil, das ihm zur Hand war, einen Schlag auf den Kopf.Beim Anblick des Blutes kam er wieder zu sich und gingsich dem Gericht zu stellen.

Zucca liebte seine Bäuerin, bei der er diente, arbeitete10 Jahre lang, um sie, wie sie ihm versprochen, zur Frau zubekommen, und musste trotz doppelten Eifers sehen, dass sie einenAndern heirathete.

Bounin gewahrte, wie seine Trau am Frissende desBettes, wo sie ihn schlafend wähnte, ihn verrieth und demBuhlen zuflüsterte, wie drückend es ihr sei, dass ihr Mannlebe. Da sprang er wüthend auf, trat sie mit Füssen underschlug den Ehebrecher.

Boulev sah sich von seiner Schönen verschmäht underfuhr, dass sie sich Andern für Geld verkauft hatte.

Guglielmotti wurde an der Thür seiner Geliebten, dieer rasend liebte, abgewiesen.

Becchis erfuhr plötzlich, dass ihm sein Mobiliar wegeneiner Schuld an seine frühere Magd abgepfändet worden undsein Haus leer sei. Da lief er zu einem benachbarten Schlächter,nahm ein Messer und ging' damit schnurstracks in das Haus,wo er die Frau mit ihren drei Burschen ermordete.

Grasso sagte heim Anblick der verstümmelten Augenseines geliebten Söhnchens:Wäre er wenigstens todt, sokönnte ich ihn vergessen, so lange er lebt, erneuert sich derSchmerz unaufhörlich."

Oliva war bis zum Unsinn in seine Herrin verliebt; dasie ihn verschmähte, tödtete er sie und dann sich selbst.

Die Vinci hatte ihrem Geliebten sogar ihr Haupt-haar geopfert, sah sich dann plötzlich verlassen und vonihrer Nebenbuhlerin verhöhnt, die gerade den Umstandjenes Opfers benutzte, um ihr den Geliebten abspenstig zumachen.