Erstes Kapitel. Unterscheidungszeichen. 9
Höhlen heraus und der Blick war so starr, dass man sich vorihm fürchten musste. (Ibid. S. 231.)
Auch bei Becchis bemerkte man vor der Mordthatdieses Glotzen der Augen, sein Haar in Unordnung, nachder That war sein Gesicht entstellt und bei jedem Schritte,den er that, glaubte man, er müsse fallen. (HandschriftlicheMittheilung aus dem .amtlichen Protokoll von Advokat Bbr-tone.)
10. Sofort ausgeführter Selbstmordversuchmit und ohne Erfolg als unmittelbare Reaktion nachbefriedigter Leidenschaft, ohne Vorbedacht, aber infolgeplötzlicher Reue, ist für diese Kategorie von Verbrecherncharakteristisch. Das war der Fall, wie wir kurz zuvor sahen,bei Milani. ,
Cipriani hatte kaum seine in flagranti betroffene Frauermordet, als er sich zum Fenster hinausstürzte; Tramminkaum seine erbärmlicbe Tochter getödtet, als er sich erstach.
Delitala bereute sofort nach vollbrachtem Morde dieThat und versuchte sich zu tödten; später gab er an, er glaubeTag und Nacht mit seiner todten Geliebten zuzubringen.
Auch Sand stiess sich zwei mal den Dolch in die Brust,obgleich er durch Ivotzebues Ermordung eine heilige Pflichterfüllt zu haben glaubte.
Quadi küsste den Leichnam der Bava, die er eben er-mordet hatte, verschaffte sich Salpetersäure, die er vor ihremFenster trank; davon geheilt, brachte er sich eine Bisswundeim Arme bei, um die Radialarterie zu zerreissen, woran er78 Tage lang litt.
Bouley durchbohrte sich die Brust mehrmals, nachdemer seine geliebte Aglae erschlagen, und warf sich, Vergebungflehend, über ihren Leichnam.
Curti. schrie nach der Ermordung seiner Frau: „Sie wirdnicht todt sein", suchte nach einem Messer und versuchte sichzu erstechen.
Cumani schrieb, nachdem er aus Eifersucht seine Frauermordet hatte: „Als ich ihr Blut fliessen sah, wurde ich er-schüttert, warf mich ihr zu Füssen und verschonte mein Leben