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1 (1894)
Entstehung
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271
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Erstes Kapitel. Vom Tättowiren. 271

kindliche Eitelkeit wie Jene besitzen. Und namentlich muss diesesder Fall sein bei den wildesten unter den rohen Volksklassen,bei den Verbrechern, namentlich dann, wenn das Gefängniss-leben ihnen die Müsse zu derartiger Beschäftigung vergönnt.

8. Irre. Schliesslich sei in dieser Beziehung eineswesentlichen Unterschiedes zwischen dem Verbrecher unddem Irren gedacht. Auch der lebt meist unter Zwang undVerschluss, auch er ist heftigen Leidenschaften unterworfenund benutzt etwa seine Müsse zu der seltsamsten Art vonZeitvertreib, zum Schleifen von Steinen, Zerreissen der Kleider,zerreisst wohl gar seine Haut, beschmiert die Wände und ganzeRies Papier, aber äusserst selten bemalt er seine Haut mitZeichnungen. Unter 800 Irren in Pavia und Pesaro sah ichnur 4, die lange vor dem Beginn der Krankheit sich tättowirthatten. Auch Severi in Toscana bemerkte dasselbe unter1519 Geisteskranken. Letzterer fügt hinzu, dass die wenigenseiner Kranken, die tättowirt waren, vorher lange in Gefäng-nissen zugebracht hatten.

Tättowirte Toscaner.

LUCCHINI

Seveki

'erbrecher

Untersuchte

Irre

Lucca .. 16,05 °/o

Lucca .. 248

11

4,43 °/o

Firenze . 26,00

Firenze . 382

15

3,71

Arezzo.. 27,27

Siena... 508

20

3,94

Arezzo.. 381

20

5,24

9. Wunden. Ein anderes wichtiges Zeichen, das denRäuber und Dieb von dem ruhigen, ehrsamen Bürger unter-scheidet, falls Letzterer nicht ein Veteran oder epileptisch ist,giebt die Häufigkeit der Narben am Kopf und an den Armenab. Unter den 319 fand ich 17 mit Narben am Kopfe, dieaus der Zeit vor dem Begehen des Verbrechens herrührten.Dasselbe ist der Fall bei den Prostituirten. Parent-Ducha-telet zählte 90 Fälle von Narben durch Wunden und schwereKontusion unter 392 Dirnen in Hospitälern und nicht etwainfolge von Syphilis.