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1 (1894)
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182
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182 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.

aus dem Gipsabguss des Schädelinnern erschliessen lässt inder Mittellinie in schnabelförmige Ausläufer mit breitem Spalteenden mussten. Bei Lacenaire fand Bordier Verwachsungder Nähte, Osteoporose, Asymmetrie. Bei dem Turiner DiebeB. springt die enorme Entwickelung der Gesichtsknochen so-fort in die Augen; sein Schädeldach ist stark verdickt, Diploereichlich vorhanden, Nähte verschmolzen, mikrokephaler Kiel-kopf, Prognathie, Wölbung der Brauenbogen, enorme Grössedes Unterkiefers, zahlreiche Wormsche Knochen am linkenZitzenfortsatze vorhanden. Der berüchtigte Venetianer MörderBrusaferro, welcher 99 Morde begangen, hatte ein im Ver-hältniss zu seinem Schädel sehr kleines Gesicht, Verwachsungsämtlicher Nähte gegenüber einer Spur von Intermaxillar-nähten, etwas Skaphokephalie, gewölbte Schläfenbeine, schiefeslinkes Scheitelbein; Scissak (Lenhossek, a. a. O.) hatte einensehr kleinen, trochokephalen, progenen Schädel.

Wäre es denn nun wohl möglich, dass Individuen, anderen Köpfen eine so grosse Reihe von Unregelmässigkeitensich befindet, denselben Grad von Einsicht und Gefühl besitzensollen, wie Leute mit vollständig normaler Kopfbildung? unddabei ist wohl zu merken, dass jene Unregelmässigkeiten nurder Ausdruck der gröbsten Läsionen des Centrums für denIntellekt, nämlich nur Störungen im Umfange und in der Formdesselben sind.

Zweites Kapitel.

Abnorme Beschaffenheit des Gehirns und der Eingeweidebei den Verbrechern.

I.

Wägungen.

1. Grosshirn. Gewicht. Aus den Wägungen von137 Verbrecherhirnen fand Bischöfe (Das Hirngewicht desMenschen. 1880), dass die niederen Quoten bis zu 1300 g beibeiden gleich, dass aber die niedrigsten Sätze bei den Ver-