178 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.
der Berechnung), 1 gleichwie unsere heutigen HottentotteD. Dasser nicht pathologisch ist, wie behauptet wird, zeigen vieleMerkmale, die ihn den Schädeln von Egisheim, Lizere undBorreby anreihen.
Der Engishöhlenschädel (Cro-Magno-Rasse) hat einenIndex von 65, die Kapacität des Stirntheiles ist gering, dieAugenhöhlen gross, die Stirn fliehend, schmal, doch springendie Brauenbogen nicht vor. „Er gehört einem Individuuman, dessen Geistesfähigkeiten nicht entwickelt waren," sagtSchmerling.
Der Schädel von Liri, sagt Nicolucci (Arch. perVantropol.IV. 1873) hat eine Kapacität von 1806 ccm. — Der Eckzahnüberragt die Ebene der anderen Zähne.
Die prähistorischen Schädel von Verona haben ein zurück-tretendes Kinn, ausgeprägte Prognathie, sehr entwickelte Stirn-höhlen und Wangenbeine, — an einigen Skeletten sieht mandas Loch im Oberarm wie bei Hottentotten.
Der Schädel von Gibraltar ist dolichokephal, hat starkeBrauenbogen, kleine, fliehende Stirn und — wie bei Affen —fehlt ihm die Fovea canina. (Brocä: Memoires. II. 150). —Die Schädel von Eyzies sind sehr geräumig, die Stirn be-deutend gross, 2 aber sie sind stark prognath, der Unterkieferastmächtig und die Schädelnähte einfach u. s. w. (Ibid. S. 163.)
Bei den prähistorischen Schädeln von Tenessee steht dasHinterhauptsloch nach rückwärts, an denen von Florida siehtman entschiedene Kämme an Stelle der Schläfenlinien.
Die Schädel von Forbes, Quarry und in Spanien vonCueva de la Mujer haben fliehende Stirn, enorme Stirn-höhlen, vorragendes Hinterhaupt, grosse Augenhöhlen von
1 Neanderthalschädel ist chamäokephal .... mit einem Hori-zontalumfang von 527 mm (Virchow), wonach (Welcker) die Kapacität1532 ccm betragen würde (Ranke: Der Mensch. II. 443. Leipzig 1887);übrigens trägt er Spuren von Arthritis senilis (Vikchow). Anm. d. Uebers.
2 Schädel aus der prähistor. Station Solutre hat eine Kapacitätvon 1615 ccm ... Ranke. „Die prächtigen Schädel von Auveegniebstellen sich durch ihre Kapacität etc. den besten Schädeln der arischenRasse an die Seite." Virchow bei Ranke 1. c. 477. (Pfahlbauperiodeder Schweiz.) Anm. d. Uebers.