144 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.
Unter Hegers belgischen Verbrechern hatten Rooxelsund Jansen, die mehr geistigen als selbstthätigen Führer einerRäuberbande, einen sehr weiten Schädelraum; auch sie ver-standen es, ihre Verbrechen lange Zeit zu verheimlichen.
Le Pelly (s. Ten-Kate und Pawlowski), ein echter In-dustrieritter und Mörder, war zuvor Wechselagent und so ver-schmitzt, dass er für ein Tugendmuster galt; sein Schädel hattedie enorme Kapacität von 1945 ccm.
Bordiers grosse Schädel gehören wirklichen Räuberhaupt-leuten an, die eine Art bureaukratischer Ordnung bei ihren
Tabelle 7.
Umfang
Mörder
Diebe
Normale
ccm
%
%
%
461—470
1,6
—
1,6
471-480
—
1,6
481—490
6,6
8,6
11,1
491—500
13,3
11,1
15,5
501-510
38,3
44,4
17,5
511—520
15,0
13,8
17,5
521—530
36,0
11,1
17,5
531—540
3,3
11,1
11,1
541—550
3,3
3,1
551-560
3,3
—
—
561—570
—
—
—
571—580
1,6
—
3,1
581—590
—
—
591—600
—
—
—
Banden eingeführt hatten, so Minder-Krafft mit 1631 ccm,Pascal mit 1771 ccm, Lacenaire mit 1590 ccm.
Der Occipalabschnitt des Schädelraumes beträgt nachSeveri [Archiv, di Psichiatr. VII.) 142 bei Gesunden, 146bei Verbrechern, 158 bei epileptischen Männern.
Unter 14 deutschen Verbrechern finden wir 5 mit Schädel-räumen, die über das gewöhnliche Mittel hinausgehen (s. oben).
3. Schädelumfang. — Die niedrigsten Verhältnisszahlendes Schädelumfanges der Verbrecher sind, nach Morselli, dennormalen beinahe gleich, geringer jedoch von 481 an bis 500mm.Von 501 bis 510 sind die Zahlen um mehr als das Doppeltehöher. Von 511 bis 530 sind sie niedriger bei Dieben, höher