126 Erster Theil. Uranfang des Verbrechens.
sich, die Plagiokephalie bei 25 Procent, die niedrige und kleineStirn bei 47 Procent, das Vorragen der Jocbbögen bei 22 Pro-cent, die voluminösen Kiefer bei 20 Procent, Flaum auf demGesicht bei 12 Procent.
Von 7 Raufbolden näherten sich 3 mehr dem Verbrecher-typus, indem sie 3 oder mehrere Anomalien vereinigten.
Dergleichen 17 unter 27 Faullenzern.
Die hereditären Verhältnisse konnten nur in 59 Fällenermittelt werden. Darunter waren in 27 Fällen Anomaliendes Nervensystems bei den Eltern oder den nächsten Ver-wandten nachweisbar, und zwar:
In 3 Fällen Geisteskrankheit im engeren Sinne. (1 malbeim Vater, 2 mal bei einem Onkel.)
In 1 Falle sonderbares Wesen (bei einem Onkel).
In 3 Fällen Heftigkeit. (2 mal beim Vater und zwar1 mal mit Trunksucht; 1 mal bei der Mutter.)
In 4 Fällen Neuropathien, und zwar 3 mal beim Vater,(1 mal Epilepsie nebst Trunksucht, 1 mal Faulheit, 1 malBleivergiftung), 1 mal bei der Mutter (habituelle Kopfschmerzen).
In 9 Fällen sittliche Verkommenheit, und zwar: in 4Fällen Dieberei (2 mal beim Vater, neben Trunksucht, 1 malbei einem Bruder, 1 mal bei einem Onkel), in 1 Falle Prosti-tution (bei einer Schwester), in 4 Fällen Unsittlichkeit ohnenähere Angaben. (1 mal bei der ganzen Familie, 1 mal beider Mutter, 2 mal bei einem Bruder.)
In 7 Fällen Trunksucht (allein): 6 mal beim Vater, 1 malbei einem Bruder. Rechnen wir die oben unter anderen Ru-briken aufgeführten 4 Fälle von Trunksucht des Vaters hinzu(2 mal in Verbindung mit Dieberei, 1 mal mit heftiger Gemüths-art, 1 mal mit Epilepsie), so haben wir im ganzen 11 mal dieTrunksucht, und zwar 10 mal beim Vater. In 8 von diesen10 Fällen waren die Kinder Diebe.
Aus dieser Zusammenstellung wäre der Schluss zu ziehen,dass der Verbrechertypus bei den Minderjährigen die Frequenzvon 58 Procent erreichen kann, wobei einige Anomalien be-sonders vorherrschen, wie abstehende Ohren, niedrige Stirn,Plagiokephalie, voluminöser Unterkiefer, Asymmetrie des Ge-