82 Erster Theil. Uranfang des Verbrechens.
wer in der Osterzeit gesäuertes Brot isst und ohne beschnittenzu sein mit heiligem Oel gesalbt ist.
Aus den zwei juristischen Papyrus aus Egypten gehthervor, dass dort als ein schweres Verbrechen betrachtet undder Tödtung eines Menschen gleichgestellt wurde die Tödtungeines heiligen Thieres, die Defäkation im Nil oder die Plünde-derung eines Grabes.
Für die Dayaks war es ein Verbrechen, die Baumstämmemit V-förmigen Hieben, wie die Europäer es thun, anzuhauen.Sitte war, sie senkrecht zur Axe zu schlagen.
V.
Ursprung der Strafen. 1
1. Nach allem bis hierher Erörterten begreift man all-mählich den Ursprung und Anfang der Strafe. Sie tritt zu-erst auf als Folge eines Verbrechens, als neuer Missbrauch,als neue Unsittlichkeit.
Zu Anfang existirte der Begriff des Verbrechens nicht,man dachte an keine Aufstellung von Strafgesetzen. Die per-sönliche Rache war nicht bloss erlaubt, sondern sogar einePflicht.
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