177gewesen sei. „Ich habe aber strackhß, daß er etwas mehr, alß einesWeywoden Diener gewesen, absehen können, und im argwohn gehabt,habe anders nichts als curialia mit ihm geredet; weiln er aber vondem Woywoden einen Paß gehabt, und man dieser orten mit der CronPolen nit in unguetem zu thuen gehabt, alß hat man Ihne weiterauff Dantzig, dahin er gereist, wider gehen lassen müssen. Vor diesemhabe ich deß Dingß gantz nit geacht, weilen aber solche rumoren auß-kommen, lasse ich von allem information nehmen, solche haben zuproducieren, wanns not ist u. s. w.Aus allen diesen Aeußerungen tritt uns die Entrüstung und dasgekränkte Ehrgefühl Lohausens entgegen, über die Zweifel, welche anseiner aufrichtigen und rechtschaffenen Gesinnung erhoben wurden.r“ sein Herz ausgeschüttet und seinemNachdem er aber „dem Hrn. VettAerger gleichsam Luft gemacht hat, zeigt er im Schlusse des Briefesdiejenigen Wege an, auf welchen er sich aus diesem Kummer hinaushilft:„In Summa, zu großer unschuld bin ich ein geplagter Mensch,nebenst Göttlichem wort aber, seind der Epictetus, Seneca, Plutarchusinsonderheit sein discours: Comment on peult tirer utilité de sesEnnemis! der Didacus Stella, Drexelii Heliotropion und dergleichenmeine Consiliarii und Consolatores. Wann ichß dann ein weil bedachthabe, so komme ich zu dem Mario, und spreche mit dem: Nullus me,nempe ex animi mei sententia, laedere potest sermo, quippe siverus, bene praedicet oportet, falsum vita moresque mei superant!Endlichen aber und zum Beschluß befehle ich dem Herrn meine Sach,hoffe auff Ihne, setze denselben alß den hertzenkündiger zum Richter undRächer solcher bösen nachreden und Nachreder, stehe auch in keinemZweifel, Er werde, wie vorhin, es auch annoch wohl, wol und beßer alßwirß meinen, machen.“ — „Ich bitte, der Herr Vetter und Gevatterverzeihe mier, daß ich so prolixus mit diesem meinem Schreiben gewesen,Ich habe nicht können unterlaßen, demselben, alß einem meiner bestenMagen, solches mein Anliegen zu entdeckhen; theilß weiß ich, daß ermit mier Compassion tregt, theilß stehe ich in ungezweifelter hoffnung,der Herr Vetter, wenn er diese information von mier hat, und hiervondiscoursen vorfallen, werde mich desto besser Exculpiren und vertretenwollen und können.Wenden wir unsere Aufmerksamkeit nun flüchtig wiederum auf dieKriegsereignisse, so finden wir die Schweden in Vorpommern abermalsin sehr bedrängter Lage. Glücklich den Angriffen der Kaiserlichen undSachsen auf dem Rückzuge von der Elbe zur Oder entschlüpft, konntedoch der Feldmarschall Bauer nicht verhindern, daß der Feind ihn bald
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