166geharrt hatte. Erst als er sich durch das ihm offenkundig gezeigte Miß-trauen und durch Verdächtigungen aller Art an seiner Ehre gekränktfühlte, verließ er eine Stellung, welche sich auch mit den Ansichten,die er von der Lage der Dinge in Deutschland gewonnen hatte, nichtmehr vertrug. Er ging zu seinem hohen Gönner, dem Herzog Adolf23. April 1636 erfolg-Friedrich von Mecklenburg, zurück, der seit dem am 3. Maiten Tode seines Bruders auch die vormundschaftliche Regierung überdessen Güstrowschen Landestheil übernommen hatte. Lohausens nächsterAufenthalt war Schwerin, wie wir aus einem Befehl des Herzogs anden Hauptmann zu Schwerin und Bützow, Hans von Grevenitz (vom8/16. Mai 1636), ersehen, worin es heißt: „Nachdem Hr. General-Mayor Lohausen mit seinem haußwesen sich in unßer Residentz Schwe-rin nieder zu laßen entschlossen und schon biß Newstatt ahnkommenAlß befehlen Wir dir gnediglich, daß Du die Verordnung thuest, daßSein geräth mit fuhr fordersambst nach Schwerin gebracht, Und waßIhme in der haußhaltung nöthig, ohn einigen Verzueg und hindernuß,4.47)verschaffet werdeWie es nun unserem Kriegsmanne in seinem zweiten Mecklen-burgischen Dienst erging, werden wir im folgenden Abschnitte sehen.VIII.Lohausens zweiter Mecklenburgischer Dienst.In Schwerin ließ es nun Lohausen sich zunächst angelegen sein,die aus dem Schwedischen Dienst ihm noch gebührenden Rückständegeltend zu machen und überhaupt seine durch die vorhergegangenenKriegszüge zerrütteten finanziellen Verhältnisse zu ordnen. Wir habenoben schon angedeutet, daß die vom Reichskanzler ihm zu Theil gewor-dene Belehnung mit dem Stifte Cilly und dem Vorwerk Mölmeckekeinesweges dazu angethan war, seine gerechten Forderungen an dieKrone Schweden zu befriedigen. Deshalb hatte er schon vor demAbzuge von Magdeburg wiederholt dem Reichskanzler Vorstellungengemacht; aber dessen plötzliche Abreise nach Schweden schob die Erledi-gung dieser Sache wieder ins Ungewisse hinaus. Wir entnehmen diesaus einem Briefe, den Lohausen unter dem 28. Juni 1636 aus Schwe-rin an seinen „Edlen, Ehrenvesten undt Wohlgeliehrten lieben Herrn
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