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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
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50unterbrochen war, so wurde dieselbe nach der Genesung Lohausens, derden erlittenen Verlust durch ein hölzernes Bein ersetzte, mit erneutenKräften wieder aufgenommen.III.Lohansen im Dienste des Kurfürsten Johann Sigismund unddes Markgrafen Hans Georg von Brandenburg=Jägerndorf.Mit Resignation und frischem Eifer warf sich unser Kriegsmann,im 26. Lebensjahre und im Beginn seiner kriegerischen Laufbahn zumKrüppel geworden, wieder auf die theoretischen Studien der Kriegs-wissenschaften und namentlich der Mathematik, welche damals noch weitmehr als jetzt als die eigentliche Grundlage aller militärischen Gelehr-samkeit betrachtet wurde. Neben den Alten studirte er auch die neuerenWerke über Kriegswissenschaft, wie dies aus späteren Aufzeichnungenhervorgeht. Auch die Bibel scheint er zum Gegenstand eifriger Lectüregemacht zu haben, da wir ihn später häufig Citate aus der HeiligenSchrift anführen sehen.Kaum wieder hergestellt erhielt Lohausen gegen Ende des Jahres1613 oder Anfangs 1614 von dem Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig einen Ruf als Capitän!). Der Herzog war seinem verstorbenenVater Heinrich Julius am 30. Juli 1613 in der Regierung gefolgtund gerieth gleich in Conflict mit der Stadt Braunschweig, welche ihmdie Huldigung verweigerte und mit den Generalstaaten und den StädtenLübeck und Magdeburg sich in ein Bündniß eingelassen hatte?). Es warein alter Streit, den die Stadt Braunschweig mit den Herzogen hatte,und den Friedrich Ulrich jetzt durch einen schnell geführten Schlag zuerledigen gedachte. Er warb Truppen an und bestallte auch unserenKriegsmann als Capitän.Lohausen hat diesen Ruf gewiß gerne angenommen, da die innerenVerhältnisse seiner engeren Heimath inzwischen eine für ihn sehr bedauer-liche Gestalt erhalten hatten. Die Einigkeit, welche nach dem Dort-munder Vergleich zwischen Brandenburg und Neuburg bestanden, warnur von kurzer Dauer gewesen. Auf der Kölner Conferenz war keineAusgleichung zu Stande gekommen, ebenso resultatlos war eine imJahre 1611 zu Jüterbock zwischen Brandenburg und Sachsen getroffene