176meine trewe dienste übel belohnet und darzu noch alle böse nachredeaußgesprenget und mier so hefftig zugesetzet wurd„Dieses alles“ — schreibt er — „kan der Herr Vetter, dero dem-selben bekannten meiner alten Teutschen auffrichtigkeit nach, welche,meiner Sel. Mutter weißagung nach, mier viel ungele-genheit zuzeucht, gewiß und wahrhafftig glauben; so wahr ichgedenkhe ein Redlicher Mann zu sterben; ja ich kan dem Herrn Vettervor Gott, alß den hertzenkündiger und mit guetem gewissen versichern,daß Ich meines Wißenß so wenig directe alß indirecte gegen diehochlöbl. Mayest. und Cron Schweden etwas gethan oder practicirthette, weilen ich außer dero Bestallung und Pflicht gewesen, so wenig,alß es von mier, da ich noch in Bestallung und Dienstpflichten were,geschehen, wie verhoffendlich der Herr Vetter, dehme mein humorbekannt, sich wohl versichern können wird. Darauff gebe demselben ichhiermit hinwieder nach beiwohnender discretion zu erkennen, obß einemredlichen hertzen nicht wehe thuet und schmertzlichen vorkommt, daß alledie getreue Dienst, die man gethan hat, dergestalt widerumb compen-siert und belohnet werdenWeiter spricht sich nun Lohausen über die Verdächtigungen auswelche man gegen ihn erhebe. Man nenne die Garnison Rostocks„eine wiedrige Guarnison“; wenn er sich aber darüber beschwere, er-halte er keine Antwort. Auch war ihm vorgeworfen, daß er mit „demvon Greiffenclau und mit dehme von Arnimb*) in sonderlicher corre-spondentz stehe“ — und daß er „von vielen Privatis nit für dengeringsten feind der Cron Schweden gehalten werde.“ Indem er dieseVorwürfe zu widerlegen sucht, sagt er voller Entrüstung: „dieses allesaber wird hinterrückhß von mir gesagt; ich wünsche mich glückselig, daßsich nur einer wollte herfür thuen, der miers, es wehr par reprocheoder andern occasiones, inß gesicht sagen oder schreiben wollte; fändensie denn etwas, welches ich mit Gott und gutem gewissen weiß, daß esnicht geschehen wirdt, kan oder mag, so hetten sie mich zu sprechen.“Man wollte auch in Erfahrung gebracht haben, daß sich von Zeitzu Zeit fremde Emissaire in Rostock aufgehalten hätten, um dort mitLohausen Pläne gegen die Schweden zu schmieden u. s. w. Auch dieseBeschuldigungen weiset er entschieden zurück, namentlich in Bezug aufeinen „von Dalwitz,“ der angeblich ein Diener des „Weywota WeyernBaner hatte den General Arnim, der im Laufe des Krieges schon mehr-mals die Fahne gewechselt hatte und jetzt außer Dienst war, im März aufdem Schlosse Boitzenburg aufheben und nach Schweden abführen lassen.
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