175continue zu Hof, theilß wegen Sicherheit, inmaßen man sich strackhsanfangs, wie ich ins Land kahme, verlauten lassen, man hätte meinerintercepirten Schreiben eins in Schweden geschicket, vermutet baldantwort und Ordre mich in arrest zu nehmen und selbst in Schwedenzu schicken, darvor ich unverschrockhen" — —. Gleich bei seinem Aus-zuge aus Magdeburg habe er dem Reichskanzler, und nach dessenAbreise, den Räthen und der Regierung in Schweden zu vollständiger„Red und Antwort“ wegen seiner „Actionen“ im Schwedischen Dienstsich erboten; „endlich auch hab ichs wegen ayuda de cuestas undZubueß, weilen ich nicht so viel, wie andere, deren Dienste ich gegendie Meinige und das Zeugniß, das von Ihr. Mayest. hochstglorwür-digsten gedächtnuß gehabt und noch habe, wol bilancieren wolte, em-pfangen, acceptiren müssen“. In dieser Stellung habe er sich so ver-halten, daß ihm von Niemand mit Wahrheit könne nachgesagt werden,er habe irgend Etwas gethan, insonderheit gegen die SchwedischePartei, weshalb ihm „so zugesetzet werden solte“.Weiter untersucht Lohausen nun, „waß theilß Leute dazue verur-sachet, daß sie mich so infestiren“. Von „Herrn Banern“ sei er es„durch wes antrieb und falsche instigation, weiß Gott“ gewohnt gewesenund habe es desto leichter ertragen. „Herrn Bielko“ weiß er nichtjemals „mit einem Aug Aufschlag“ zuwider gewesen zu sein. „HerrSalvius ist von Mier unter die Zahl meiner besten Freunde, alß Bru-der, gerechnet worden; wie wenig aber Er Mich solcher Freundschafftwirklich genießen lasse, wissen andere guete Leute, auch die that weißs.Einmal nur erinnert er sich mit ihm in Wortwechsel gerathen zu sein,und zwar in Hamburg, bei der Anwesenheit des Reichskanzlers daselbst,„auf den Abend, da ich zimlich starckh bey H. General Redwin getrun-khen, wegen meiner Fendlin, so schon über vier Jahr bei meinemRegiment geflogen und gantz verschlißen waren“, — schon zehnmal wares ihm mündlich und schriftlich versprochen gewesen, da die Fähnlein,„so sich à 250 Rthlr. belaufen“ noch nicht bezahlt waren und die Kauf-leute ihm „ein Schimpf anthuen und biß zur Zahlung arrestiren woll-ten“. Allen durch Rostock reisenden Schwedischen Officieren habe er„Ehr und Freundtschafft“ erwiesen und ihnen zu ihren Reisen allenmöglichen Vorschub geleistet u. s. w. Dann beruft er sich auf dasZeugniß des Herzogs und seiner „Collegen und Mit=Räthe“ in Bezugauf seine Handlungen und Rathschläge, welche niemals gegen die KroneSchweden gerichtet gewesen, so daß er öfter habe hören müssen, „daßihrer ein und andern es wundere, daß ich der Parthey noch dergestaltaffectioniret, von dero mir fast kein oder wenig guetes wiederfahren,
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