161Unter diesen für die Schweden wiederum so günstigen Aussichtenbegann das Jahr 1636. Der Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburghatte unterdessen nicht aufgehört, für den Frieden thätig zu sein, undwar bald beim Reichskanzler bald beim Kurfürsten von Sachsen, ohneauch nur das Mindeste erreichen zu können. Mit Lohausen correspon-dirte er fleißig und erholte sich Raths bei ihm. Als er aber besorgte,daß die Schweden, welche in Mecklenburg sehr übel hausten, sich derStadt Rostock bemächtigen möchten, wo das Lüneburgische Regimentvon Ehlen stand, beschloß er, die Stadt mit einer noch stärkeren Gar-nison zu belegen, und knüpfte darüber Verhandlungen mit dem Magistratan. Mit der Ordnung dieser Angelegenheiten scheint Lohausen betrautgewesen zu sein; denn im Februar 1636 finden wir ihn in Rostock.Der Herzog scheint von der Stadt verlangt zu haben, daß sie eineCompagnie des neugeworbenen Volkes dem „Mons. Trapmann“ einemvertrauten Diener des Herzogs, der früher von ihm vielfach zu Sen-dungen, u. A. auch an Lohausen, verwendet worden war, übertragensollte, was die Stadt verweigerte, da sie die Compagnie bereits aneinen Anderen, Karock, gegeben hatte. Lohausen hatte den Auftragerhalten, Bürgermeister und Rath deswegen des Herzogs „ungnädigeEmpfindung“ auszudrücken. Er that dies und berichtet unter dem12. Februar 1636 darüber: . . . „Darbey, nemblich einem starckenVerweiß, ich's hab bewenden lassen, bis auff E. F. Gnd. ferner gnä-digen befehl, in Summa, herr omnes will in solchen sachen auch diehandt im Soode haben, ist undt bleibt bellua multorum capitum.“Auch waren Anordnungen im Werke, welche auf Veränderungenin Lohausens Regiment schließen lassen; denn er berichtet ferner: „Wegenanbefohlnen aufsatzes des Regiments reformation habe an herrn ObristenJlenfeldt ich geschrieben, und ihne hierhin gebetten, bin seiner täg= undtstundtlich gewertig, so soll E. F. Gnd. oberwehnt gnädiger befehl inacht genomen undt unterthänig zu werck gerichtet werden.“ Das Regi-ment war also in Bezug auf seine Verpflegung wahrscheinlich aufMecklenburgische Quellen angewiesen. Unter Mittheilung einiger Tages-„des alwaltenden Gottes un-Nachrichten heißt es dann am Schluß:endtliche guete undt barmhertzigkeit sey hertzinnig= undt demütiglichgebetten, unser geliebtes Vatterlandt, zuvorderst E. F. Gnd. undt DeroUnterthanen mit einem guten frieden zu begnadigen. In welchesgetrewe obhuet Ew. f. Gnd. sambt den lieben ihrigen hertzlich empfolenwirdt von Ewer fürstlichen Gnaden unterthanig getrew undt gehorsamenDiener 2c.“43)
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