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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
151
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151aufs Neue der Krone Schweden durch Handschlag verpflichten und einenschriftlichen Revers ausstellen sollten.Lohausen war, gleich nach seiner Rückkehr nach Magdeburg, schonam 11/21. August mit einer neuen Mission an den Herzog Georg vonBraunschweig=Lüneburg und die Officiere der Lüneburgischen Armeebetraut worden, um sie bei der Krone Schweden festzuhalten. Er hatteauch eine Conferenz zu Helmstedt zu Stande zu bringen gesucht, angeb-lich um die Quartiere zu reguliren, der Herzog war aber dort nichterschienen. Jetzt sollte Lohausen nicht nur mit den Officieren derLüneburgischen Armee, sondern auch mit den Commandanten der vonden Schweden noch besetzten Festungen, welche fast alle Deutsche warensowohl in dem Niedersächsischen als in dem Westfälischen Kreise ver-handeln. Der Reichskanzler hatte ihm Schreiben an alle diese Offi-ziere mitgegeben, worin sie ermahnt wurden, an ihrer der Königin undKrone Schweden auch dem gesammten Evangelischen Wesen geleistetenPflicht und Treue festzuhalten und in solcher Devotion beständig zuverharren 39). Wahrscheinlich war es auch bei dieser Gelegenheit, woOxenstiern das Versprechen gab, den Obersten und den Regimenternauf zwei Monate den Sold zu zahlen und gute Quartiere in Niedersachsen anzuweisen, wenn sie in Schwedischen Diensten bleiben wollten.Die Obersten erklärten jedoch, sie wollten beim Herzog Georg bleiben 40)Zum näheren Verständniß müssen wir darauf zurückkommen, wieder Herzog Georg zwar definitiv aus Schwedischem Dienst noch nichtausgetreten war, aber dennoch mit dem Kurfürsten von Sachsen wegenAnschluß an den Prager Frieden verhandelte. Die Aufforderung desKurfürsten, die eigentlich Lüneburgischen Regimenter zu der SächsischenArmee stoßen zu lassen, paßte jedoch durchaus nicht zu des HerzogsAnsichten, der unter allen Umständen seine Selbständigkeit zu wahrentrachtete. Er hatte sich deshalb hinter sein Verhältniß als Generaldes Niedersächsischen Kreises verschanzt und sich damit entschuldigt,ohne die Bewilligung der Kreisstände könne er keine Verfügungen treffen.Zugleich ließ er seine Stammes⸗Vettern, die Welfenherzoge unddie anderen Kreisstände, namentlich auch den Herzog Adolf Friedrichvon Mecklenburg, eifrigst bearbeiten, daß sie sich auf diese Vereinigungnicht einlassen möchten, sondern die Disposition über das kleine Heerin der Hand behalten sollten. Daraus aber war eine große Schwierigkeit rücksichtlich der Verpflegung dieser Regimenter eingetreten, dadiese nun auf Kreiskosten geschehen sollte, welches wiederum den Stän-den gar nicht mundete. Nur allein der Herzog von Mecklenburg hattesich bereit erklärt, ein Regiment in seiner Stadt Rostock aufzunehmen