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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
144
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144Verhältnissen den Elbübergang und die Communication mit Wismarsichern und deshalb eine Besatzung hineinlegen wollte. Lohausen hattezum Demoliren der Festung gerathen und blieb bei dieser Ansicht. DenSchluß müssen wir wörtlich wiedergeben, da er für die Anschauungs-weise Lohausens sehr characteristisch ist. „Gegen den 10. dis. habenwier auch alhier ein Statliche Kindtauff, der hr. Obrist Salmon Ademleßt ein junge tochter tauffen, hatt, wie ich vernehme, viel ansehnlicheundt stattliche gevattern gebetten. Ich undt mein tochter sein in derZahl, sed ex diis minorum gentium; in summa es gehet noch daherwie zu der Sündfluet undt Nohe Zeiten; Wan uns Gott auchSeeligen wolte undt lehren ein arcam pacis zu bawen,darinnen unser armes Vatterlandt salvieret werdenmöchte, so weren wir glückselige Leuhte. In deßen gnetigenGottes algewaltige handt empfele ich mein herrn Gevattern, Frawgevatterin und pahte getrewlich.Das nächste Schreiben ist von beiden Mecklenburgischen Herzogen,Adolf Friedrich und Johann Albrecht, welche, in diesem Falle einig,am 5. Februar Lohausen Vorstellungen machen, beim FeldmarschallBaner zu interveniren: „Wir ersuchen Euch hiermit gnädiglich, Ihrwollt Euch ohnbeschwert fordersamst zu wolgemeltem Herrn Feldmar-schalk verfüegen 2c.“Wie die Herzoge diesen beurtheilen, zeigt derSchluß: „und da Ihr vermeinet, daß dem Herrn Feldtmarschalken miteinem ansehnlichen praesent oder sonsten etwas, dadurch wir bessereIntention desto ehender erhalten könnten, gedienet, darüber Wir EuereNachrichtung unverlangt erwarten, Wollen Wir Uns dazu erbotenhaben.“ Lohausen lehnt jedoch diesen Auftrag ab, da „wegen Mißver-standes so zwischen herrn Feldt=Marschalen Banniern undt mier ohnemeinen Theils gegebene Ursach sich ereignet, undt demnachen wenig anhoffnung gueter Verrichtung, die reiß, wie gerne ich auch gewollt, nitfortsetzen können.Es war dies gerade die Zeit, wo der Kurfürst von Sachsenin Folge der zu Pirna schon festgesetzten später in Prag bestätigtenPunktationen, sein Heer aus Böhmen abführte und für die Unter-bringung desselben den Obersächsischen Kreis, Thüringen, und einenTheil des Erzstiftes Magdeburg verlangte; zugleich damit die Absichtverbindend, sich auf diese Weise zwischen die Corps des Herzogs Wil-helm von Weimar, des Landgrafen Wilhelm von Hessen und Banerszu schieben und dadurch die Vereinigung derselben zu verhindern. Erhatte durch den in Aussicht stehenden Frieden eine solche Zuversicht