141nemlich um ihre Restitution „inständigst solliciret“. Der Herzog bemerkt,„dieselben in integrum zu restituiren ist Uns zur Zeit noch unmöglichdieselben aber disjustiren undt ihrer sich ganz nichts anzunehmen,wollen etliche umb allerhand respecte willen, sonderlich propter regemvicinum Daniae, der noch ein sonderlichen appetit zu den DeutschenStiftern hat und dieselbe quovis modo an sich zu bringen sich bemühenDurchlaufend bleiben dabei diesolle, nicht rathsamb ermessen“ 31).Klagen über die schweren Lasten, welche das ausgesogene Land durchdie fortwährenden Einquartierungen und Durchmärsche zu tragen habe,und die Bitte an Lohausen, durch seine Vermittelungen beim Reichs-kanzler und den Schwedischen Generalen eine Milderung herbeizu-führen.Auch Aufträge anderer Art hatte Lohausen für seinen hohen Gön-ner zu erledigen. Dem Feldmarschall Baner war ein Töchterchengeboren, und er hatte den Herzog Adolf Friedrich zu Gevattergebeten*). Wegen der Trauer um seine verstorbene Gemahlin wardieser nicht dazu gestimmt, persönlich zu erscheinen und beauftragteunter dem 22. April 1634 Lohausen „an seiner Stelle das ChristlicheWerck der Gevatterschafft unbeschwert verrichten und der Kindsbetterineine Canevont **) und dem Täuffling eine diamantene Rose zu ver-ehren“ 32). Doch war das Kind inzwischen gestorben, und die Ueber-reichung der Präsente fand deshalb nicht statt. Aus einem anderen Briefedes Herzogs geht hervor, daß Lohausen immer auch noch in Mecklen-burgischen Diensten stand, da der Herzog ihm seinen Dank ausspricht,daß er den Dienst nicht verlassen und ein geringeres Gehalt anneh-men wolle.Im Allgemeinen war inzwischen der Verlauf des Krieges den ver-bündeten Waffen günstig gewesen. Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg, im Verein mit den Schweden unter Stalhandske und Kingund mit dem Hessischen General Melander von Holzapfel, hatte denKaiserlichen General Geleen zur Aufgabe des eroberten Höxter genöthigtund Lünen, Hamm und Borken genommen, war jedoch alsdann,gegen den Wunsch des Reichskanzlers, nach der Weser zurückgegangen,anstatt seinen Sieg weiter zu verfolgen und nach dem Rheine zu ziehen.Am Oberrheine und im Elsaß war der Rheingraf im Verein mit den*) Baner scheint überhaupt dieses Familienereigniß dazu benutzt zu habenmehrere der Deutschen Fürsten zu angemessenen Spenden zu veranlassen:denn auf dem Archiv zu Weimar fand sich ebenfalls ein Gevatterbrief anden Herzog, und es sind deren gewiß noch mehr vorhanden.Vielleicht Caracant, ein halsbandartiger Schmuck.
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