120der Herzog nach Sachsen führte, worin nur seine eigenen drei Cavallerie-und drei Infanterie=Regimenter, so wie 1000 Kursächsische Reiterwelche der Kurfürst dem Herzog entgegengeschickt hatte, namhaft gemachtwerden 5). Daß aber Lohausen bei dem Herzoge in Aschersleben sichbefand, zeigt uns sein Schreiben vom 1½. October 1632 d. d. Aschers-leben an den Capitän Rabenstein in Dömitz, worin er ihn ermahnt,auf seinen Posten aufmerksam zu sein und ihm die Nachricht mittheilt,daß Pappenheim sich mit Wallenstein conjungiren wolle. „So langes droben noch wol hergehet“, — schließt Lohausen — „wie es Gottlobnoch ziemblich thuet, hoffe ich, ihr jenseit der Elbe nit Nott habenwerdet“ 6)Während nun Wallenstein seinen Zug nach Sachsen ausführteund von Coburg aus an Pappenheim den Befehl schickte, zu ihm zustoßen, hatte Gustav Adolf ebenfalls in angestrengten Tages= undNacht=Märschen über Rothenburg, Kitzingen und Schweinfurt denThüringer Wald erreicht. Wallenstein zog auf Naumburg, der Königauf Arnstadt. Wiederholt hatte Letzterer dem Herzog Georg Befehlgeschickt, seinen Marsch nach der Saale zu dirigiren; aber die Besorgniß,auf diesem Wege Pappenheim zu begegnen einerseits, andererseits diedringenden Bitten des Kurfürsten von Sachsen, hatten den Herzog ver-anlaßt, Torgau als das Ziel seines Marsches zu betrachten, wo er dieSächsische Armee finden und die Elbe zwischen sich und den Feindbringen, auch die Uebergänge über diesen Fluß sichern könnte. Als ernun auf dem Marsche dorthin bei Eilenburg an der Mulde auf Wallen-steinsche Truppen stieß, welche von Naumburg über Leipzig auf Torgaumarschirten, wandte er sich wieder nördlich, überschritt die Elbe undstand in den ersten Tagen des November bei Elster etwa 1½ Meileoberhalb Wittenberg. Ueber dieses Zusammentreffen mit dem Feindebei Eilenburg berichtet Lohausen an seinen Gönner, den Herzog AdolfFriedrich von Mecklenburg, daß sie „alß wier unser damahliges Vor-nehmen, Chur=Sachßen zum Secours zu gehen fortgesetzet“— beiEilenburg den Feind gefunden, dieser jedoch „wie er unser, so unge-fähr mit 3500 Pferden und etlichen Dragoner für der Statt bei demgericht auf der rechten handt des teiches im felde gestanden, dahin wiruns einmahl ungefähr gestellet, ansichtig worden, hat er sich in großereil undt confusion wieder zurückgegeben, also, daß wier, wan man gueteKundtschafft, welche hier gar seltzam, gehabt, einen gueten streich thuen,undt ihme seine gantze arriereguardie wol hätten ruiniren, stücke undtBagagie nehmen können. So viel glück ist uns aber nit bescheretgewesen“*). Wir ersehen daraus, daß der Herzog mit seiner Cavallerie
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