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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
121
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121diesen Zug ausführte, während wahrscheinlich die Infanterie noch beiMagdeburg zurückgeblieben war und nun bei Wittenberg auf das rechteElbufer überging. Wallenstein wurde jedoch dadurch verhindert, seineAbsicht auf Torgau auszuführen und ging nach der Saale zurück.24. OctoberIn Elster erhielt Lohausen am 4. November ein Schreiben des Königsaus Arnstadt, mit der Anzeige von dessen Ankunft daselbst. Ob darinvon der Conjunction die Rede war, ist nicht angegeben; das Schreibenselbst liegt nicht vor. Aus Arnstadt schrieb der König abermalsan Lohausen, worüber dieser in dem angezogenen Bericht an den Herzogäußert: „welches schreiben uns ziemblich Nachdenken gemachet, indemeihr Mayst. die Conjunction begehret, Chur=Sachßen aberuns nit gerne lassen will"s). Leider! ist das Datum nicht ange-geben, wann Lohausen diesen Brief erhielt; es würde sich daraus dersichere Schluß ziehen lassen, ob Herzog Georg von Lüneburg, demLohausen doch gewiß von dem Königlichen Schreiben Kenntniß gab,auch jetzt noch den directen Befehl Gustav Adolfs ignorirte, wo er nichtmehr zu fürchten hatte, unter das Commando des Herzogs Bernhardvon Weimar gestellt zu werden, was wohl mit ein Grund zur Nicht-beachtung des früheren Befehls zum Marsch nach der Saale gewesen30. October datirt der drittesein mochte. Aus Naumburg endlich den 10. NovemberBrief Gustav Adolfs an Lohausen, der schon mit dem Herzoge inTorgau war. In diesem Schreiben dringt der König darauf, daß dieConjunction mit den Sächsischen Truppen beschleunigt „undt wir alß-dann zu ihr stoßen sollen, haben auch deßwegen einen von Tauber anihr Durlaucht (den Herzog Georg nemlich) gesandt, was nun derselbein unser antrieb bringen wirdt, gibt die zeit“*)Das Schreiben Lohausens, dem diese Angaben entnommen sind, war leidernur im Concept von eigener Hand, ohne Ort und Datum, vorhanden.Durch Vergleichung mit anderen Briefen, und unter Berücksichtigung derangeführten Ereignisse kam Herr Archivar Dr. Wigger in Schwerin zu demSchluß, daß Lohausen diesen Brief zu Torgau am Abend des 6/16. oderam Morgen des 7/17. November geschrieben habe. Es wird darin nämlichauch erwähnt: „Herr Feldmarschalk von Arnheim war vorigen Montagalhier, Ist Dienstags wieder nach Dresden und forters nach Schlesien perposta, heraußkommendem Volck entgegen gegangen, dessen Vortzueg zufacilitiren, er vermeinte, als er hier gewesen, sie könnten in 7 oder 8 tagenhier (sein?), were guet, wann es geschee, daß wier desto eher zusammen-kommen möchten.“ — Der Montag muß nun der 1/11. und der Dienstagder 2/12. November sein. Hätte Lohausen am Mittwoch den 3/13. oderDonnerstag 1/14. geschrieben, so hätte er wohl „gestern“ oder „vorgestern“