59wurden 2500 Mann vom Dänischen Heere entsendet, um die festenPunkte, Oldenburg, Delmenhorst und Varel, zu besetzen. Graf AntonGünther aber erhielt eine Bestallung als Dänischer Oberst mit derVollmacht zur Truppenwerbung. Er ließ die Werbetrommel rühren, undbald hatte sich eine ziemlich große Zahl „Knechte“ gesammelt, welchenun zu einem geordneten Truppenkörper formirt werden solltens). Beidieser Gelegenheit nahm er auch den eben aus Schlesien zurückgekehrtenLohausen in Dienst.Diese Rüstungen ließen dem Grafen von Mansfeld es doch bedenk-lich erscheinen, dem Grafen Anton Günther, als Territorialherrn, denBesitz des Ellenser Passes länger vorzuenthalten. Ehe er jedoch davonabstand, ließ er sich das Versprechen geben, daß der Oldenburger ander Neutralität festhalten und den Paß nicht nur bewachen, sondernauch durch Vollendung der angefangenen Schanze befestigen und sichernwolle. Nun rückten am 20. December 1622 die Mansfeldischen Com-pagnieen ab, und Dänische Söldner besetzten den wichtigen Posten. Alsjedoch im Anfange des folgenden Jahres wiederum MansfeldischeDragoner einen Einfall in die Herrschaft Jever machten und in demGarmer=, Hocker= und Hormer=Siel mit Verheeren und Rauben diegrößten Excesse begiengen, schaarten sich die Landbewohner zusammen,vertrieben die Eindringlinge mit Gewalt und machten 2 Capitäns und150 Mann zu Gefangenen, wobei sie 60 Dragoner=Pferde erbeuteten.Unterdessen hatte Mansfeld bei dem Grafen Anton Günther Bdschwerde geführt, daß der Ellenser Paß von Dänischen Söldnern undnicht von Oldenburgischem Kriegsvolk besetzt sei. Als nun von denundisciplinirten Mansfeldischen Schaaren neue Einfälle in die HerrschaftJever zu erwarten standen, um den von den Bauern erlittenen Schimpfzu rächen, fand sich Graf Anton Günther veranlaßt, dort eine größereTruppenzahl zu concentriren. Er ließ deshalb aus den geworbeneneigenen Söldnern eine Abtheilung von 1000 Mann in die HerrschaftJever einrücken und verstärkte außerdem noch die Besatzung des EllenserDammes und der Schanze, an deren Vervollständigung und größererBefestigung noch fortwährend gearbeitet worden war. Mit dem Befehlüber die Truppenabtheilung und die Schanze wurde Lohausen betraut,der hier ausdrücklich als Oberst genannt wird), woraus sich in Be-rücksichtigung des damaligen Modus der Truppenformation der Schlußziehen läßt, daß er es gewesen, der die Söldner angeworben habe, dadie Zahl von 1000 Mann dem damals gewöhnlich aufgestellten Regi-mente von 10 Fähnlein oder Compagnieen zu 100 Mann entspricht.Daß er diesen Posten sowohl zur Zufriedenheit des Grafen von Olden-
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