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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
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38Als Marsch=Etappen waren vorgezeichnet: von St. Avold, wo dieTruppen sich sammelten, nach Saarbrücken, Limbach, Landstuhl, Baum-holder=Lichtenberg, Kirn a. d. Nahe, Kirchberg, Castellaun und Treis,wo die Mosel überschritten werden sollte, nach Carden. Dorthin wür-den Seitens des Fürsten von Anhalt Truppen entgegengeschickt werdenum sie über Münster=Maifeld und Mayen nach Münstereifel zu escor-tiren. Christian von Anhalt gab diesen Commissarien noch zu erwägenanheim, ob es nicht besser sei, sich nach dem Rheine zu wenden undim Ahrthale über Altenahr und Ahrweiler zu marschiren, als durch dieEifel, dann sollte die Erft zur Linken, der Rhein zur Rechten gelassen,und die Erft erst bei Bergheim überschritten werden, nachdem der Zugbei Bonn und Köln vorübergeführt 27).Gleichzeitig hatte Moritz von Oranien seinen Truppen Schenken-schanz zum Sammelplatze angewiesen, welchem sie nun von allen Seitenzuzogen. In Amsterdam kamen einige Schiffe mit Munition und son-stigem Kriegsbedarf an, welche der Kurfürst von Brandenburg dorthingeschickt hatte. Auch wurden in Holland viele Brauer, Bäcker undMaurer aufgeboten, welche man auf Wagen nach Düsseldorf beförderte,um für die ankommenden Truppen das Nöthige vorzubereiten.Aus allen diesen Vorbereitungen erkannte Erzherzog Leopold, daßnunmehr die Krisis herannahe. Vergebens hatte er sich nochmals anden Kaiser, an die Liga und an den Erzherzog Albert gewendet undum Hilfe gebeten. Am Kaiserlichen Hofe war man, wie schon erwähnt,nicht in der Verfassung, Hilfe leisten zu können; die Fürsten der Ligafühlten sich untereinander noch nicht genug gekräftigt, um jetzt schonthätig einzuschreiten, und bemühten sich immer noch, durch Unterhand-lungen die Katastrophe beseitigen zu können oder wie man heutesagen würde den Krieg zu lokalisiren; Erzherzog Albert aber, derwohl in der Lage gewesen wäre, mit bewaffneter Macht zu interveniren,wurde durch seine Brabantischen Räthe zurückgehalten, welche von einerTheilnahme an diesem Streite das Aufhören des mit den Niederlandeneben geschlossenen Waffenstillstandes besorgten. Er concentrirte zwarein ansehnliches Corps bei Namur, erklärte sich jedoch den Fürstengegenüber für neutral. Spinola verließ Brüssel und ging nach Spa-nien zurück, um dort den König zu bewegen, sich der vermeinten Unter-drückung des Katholicismus kräftig anzunehmenUnter diesenFranz von Eynatten, der nur wegen des Gutes Wedenau, bei DürenMitglied der Jülichschen Ritterschaft, wegen Neuerburg aber dem Herzog-