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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
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31williger darauf ein, da Brandenburg und Neuburg bereits am 25. April1605 mit Moritz von Nassau=Oranien einen Subsidientractat geschlossenhatten?Durch diese Beschlüsse der Unirten wurden sowohl der Kaiser alsdie Liga in große Aufregung versetzt. Zum 18. Februar wurde eineVersammlung nach Prag ausgeschrieben, um diejenigen Maßregeln zubesprechen, welche zur Paralysirung der Beschlüsse der Union anzuordnenwären. In Bezug auf die Jülich=Clevische Succession wurde die Be-stimmung getroffen, daß ein Schiedsgericht von fünf weltlichen und fünfgeistlichen Reichsfürsten diese Angelegenheit in die Hand nehmen solle.Die drei geistlichen Kurfürsten von Köln, Trier und Mainz übernahmenaußerdem noch die Verpflichtung, den König von Frankreich von demBündnisse mit der Union abwendig zu machen, zugleich aber auch fürdie Ansprüche des Hauses Sachsen zu wirken.Während nun in den Lagern des Protestantismus und des Katho-licismus über diese zur politischen und religiösen Frage erwachseneSuccession verhandelt wurde, war auf dem engeren Schauplatze derFeindseligkeiten ein neuer Zusammenstoß erfolgt. Anfangs Januar fieleine Fürstliche Abtheilung das Haus Glesch, zwischen Bergheim undBedburg, an und nahm dasselbe, nachdem sich die Erzherzogliche Be-satzung gegen freien Abzug mit Sack und Pack ergeben hatte. Schärfergieng es bei Schleiden her. Ein Graf von Mansfeld hatte für denErzherzog Leopold 300 Reiter geworben und war mit denselben in dieStadt eingedrungen, nachdem er mit einer Petarde das Thor gesprengt.Der Gouverneur von Düren, Graf Friedrich zu Solms, eilte mit 600Reitern, denen 60 Fußknechte mit einem Geschütz folgten, der bedrängtenStadt zu Hilfe. Graf Mansfeld vertheidigte sich tapfer; als aberdurch das inzwischen herangekommene Geschütz eine Bresche in dieMauer gelegt war, drangen die abgesessenen Reiter mit dem Fußvolkein, trieben den Grafen Mansfeld mit den Seinigen in einen festenThurm und nahmen ihn dort mit 30 Edelleuten gefangen. Dagegenversprengten die Erzherzoglichen, welche einen Convoi nach Köln führten,etwa 100 Fürstliche Söldner, die aus Bergheim zum Grafen Solmsnach Düren ziehen wollten. Auch wurde in Gladbach ein angeblichKaiserlicher Herold aufgehoben, der sich in das Clevische begeben wollte,um dort die Kaiserlichen Mandate zu proklamiren.Alle diese einzelnen Conflicte hatten wiederum große Correspondenzen,Proteste und Gegenproteste zur Folge, die von beiden Theilen unter-einander gewechselt wurden und sich noch vermehrten, als die Fürstlichenin Blankenberg sogar den Kanzler des Erzherzogs Leopold, Cognot,