14seiner Ankunft in Siegen mit den Grafen Wilhelm und Philipp vonSolms Einleitungen zur Werbung von 1500 Pferden und 15 FähnleinKnechten zu Fuß getroffen, wofür er von seinem Bruder, dem Kur-fürsten, Obersten=Bestallungen erbat?).Nach dem Dortmunder Vertrage wollten beide Fürsten „Jurefamiliaritatis und als nahe Verwandte und Blutsfreunde sich miteinanderfreundlich begehen und gegen alle anderen Ansprüche zur Erhaltungder Lande gemeinschaftliche Sache machen; innerhalb der nächsten vierMonate wollten sie Alles besten und möglichsten Fleißes bedenken, fördern und anstellen lassen, was dem rechten Erben des Landes, wie auch9). Daraufden Unterthanen zu Gute kommen und gereichen möge 2nun wollten beide Fürsten, welche sich von nun an „die Possediren-den“ nannten, in Düsseldorf einziehen und sendeten deshalb den dortnoch versammelten Landständen eine Botschaft.Die Ansichten der Stände gingen sehr auseinander in Bezug aufdiejenige Haltung, welche sie den Fürsten gegenüber einnehmen sollten.Während die Katholiken sich mehrentheils den alten Fürstlichen Räthenund mit ihnen den Kaiserlichen Commissarien anschlossen, neigten dieProtestanten mehr sich den Possedirenden zu. Zwischen beiden bewegtensich die Unentschiedenen, und es waren darunter Manche, welche dieErhaltung der Selbständigkeit der Lande in den Vordergrund stelltenund sich vielleicht gar die mit Erfolg gekrönten Kämpfe der benachbartenProvinzen der Vereinigten Niederlande gegen die Herrschaft der Spanierzum Ideal genommen hatten.Unter diesen Verhältnissen erregte die Botschaft wegen des Ein-zuges der Fürsten große Sensation. Die Jülichsche Ritterschaft unddie gewesenen Räthe erklärten sich entschieden gegen die Aufnahme, unddie Kaiserlichen Commissarien unterließen es nicht, sie in dieser Gesin-nung zu bestärken. Die Stadt Düsseldorf hingegen war eben so ent-schieden für die Aufnahme, und auf ihrer Seite stand auch die Ber-gische Ritterschaft. „Unter großem Frolocken des gemeinen Mahnszogen nun der Markgraf Ernst und der Pfalzgraf Wolfgang Wilhelmmit einem zahlreichen Gefolge von befreundeten anderen Deutschen Grafenund Herrn in die Stadt Düsseldorf ein, von den Bergischen Land-ständen auf dem Schloßhofe feierlich empfangen. Als aber die Jülich-schen sahen, daß sie den Einzug nicht verhindern konnten, wollten siesich aus der Stadt entfernen; die Bürgerschaft versperrte jedoch dieThore und ließ sie nicht hinaus. Nur dem Herrn von ReuschenbergAmtmann von Jülich, gelang es, zu Fuß und „ungestiefelt“ sich aus
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