Druckschrift 
Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
462
Einzelbild herunterladen
 

462

Ueber jedem Thierbehälter D (7, 2 t j, 4) ift eine Abzweigung F, an welcherein Gummirohr mit Glasauslauf fich befindet, in gleicher Weife, wie dies fchonbeim Süfswaffer befchrieben wurde, fo dafs jeder Thierbehälter feine befondere Zu-drömung hat, die mittels Hahn im Gummirohr abgeftellt werden kann.

Zur Vermehrung des Wafferumlaufes haben die Thierbehälter verfchiedeneHöhe, fo dafs ein Ueberfliefsen des Waffers, über die Scheidewände, nach denNachbarbehältern dattfindet. Von den Endbehältern einer Behälterreihe fliefst dasWaffer nach den Refervebehältern 5, 6, 7, <?, 9, durchftrömt der Reihe nach diefe,lagert den gröbften Schmutz ab und fliefst endlich durch ein Rohr H nach demTiefbehälter A zurück. In letzterem fetzen fich alle Unreinlichkeiten vollends ab,

Fig- 55o-

{g ^TO

Wafferverforgung des Aquariums im Kryftallpalaft zu Sydenham bei London 505 ).

während die meiden Sporen und Keime der Algen durch die Dunkelheit zu Grundegehen, da fond alle Thierbehälter bald mit Algen überzogen fein würden.

Jeder einzelne Thierbehälter hat im Boden ein Auslaufrohr mit eingefchliffenemStopfen, um ein fchnelles Entleeren bewerkdelligen zu können, während das ge-wöhnliche Entleeren durch einen Heber bewirkt wird.

Bei allen Zu- und Ableitungen find Metallrohre unbedingt zu vermeiden, weildas Seewaffer das Metall bald zerdört. Da die Bewegung des Waffers nicht langeunterbrochen werden darf, fo id anzurathen, die Betriebs- und Pumpmafchinendoppelt aufzudellen, damit bei etwa nothwendigen Ausbefferungen eine Referve-Mafchine und -Pumpe vorhanden id.