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Die Beleuchtung der Thierbehälter bei Tage gefchieht durch Deckenlicht,welches durch das über dem Wafferfpiegel befindliche Glasdach durchfällt. DiefesGlasdach mufs fich etwa 1,5 bis 2,o m über dem Wafferfpiegel befinden, damit einbequemes Arbeiten in den Behältern möglich ift (Fig. 549 50a ).
Als Glas ift, zur belferen Brechung der Lichtftrahlen, recht rauhes Gufsglaszu empfehlen; unmittelbares Einfallen der Sonnenftrahlen in die Wafferbecken iftzu verhüten.
Durch die Spiegelung an der Wafferoberfläche erfcheint der Thierbehälter noch-mals oben in umgekehrter Stellung, und es glaubt der Befchauer in eine oben ge-fchloffene Felfengrotte zu blicken.
In manchen Aquarien werden die Thierbehälter zur Abendzeit mittels Lampen,welche über den Einzelbehältern hängen und die mit Reflectoren verfehen find,erleuchtet. Am meiften empfiehlt fich hierzu elektrifches Licht.37^ Eine der allerwichtigften Fragen bei Herftellung eines Aquariums ift die Be-
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verforgung. fchaffung des geeigneten Waffers, die Auffpeicherung, fo wie die Zu- und Ableitungdes Waffers. Die Löfung diefer Frage wird um fo fchwieriger, weil es fich dabeiauch um die Herbeifchaffung einer hinreichenden Menge von SauerftofT handelt.
Saucrfloff ifl nicht nur erforderlich, um den Athmungsvorgang der Thiere zu unterhalten, fondernauch, um die Ausfcheidungen derfelben, Speifenrefte und andere abgeftorbene organifche Stoffe möglicliürafch zu oxydiren, damit das Waffer vor Fäulnifs bewahrt bleibe. Durch diefe Oxydation, fo wie durchdas Athmen der Thiere gelangt aber in das Waffer Kohlenfäure, welche in dem Mafse, als fie fich bildet,fortgefchafft werden mufs, damit fie den 1 liieren nicht fchade.
Zu diefem Ende mufs das Waffer fich in thunlichft ununterbrochener Circu-lation befinden. Leitet man nämlich die ganze Waffcrmenge in einem dünnenStrahle durch die Luft, fo kommen immer neue Theile derfelben, die fich vorherim Inneren befanden, mit der Luft in Berührung, und wie kurz die Berührungsdauerauch fein mag, fo ift die Vermehrung der Berührungspunkte eine fo bedeutende,dafs die Sauerftoffaufnahme erheblich vergröfsert wird. Zugleich reifst der Waffer-ftrahl, wenn er mit hinreichender Geschwindigkeit in die Behälter eindringt, einegrofse Menge Luft mechanifch in die Tiefe, wobei fie in einen Zuftand feinfter Ver-theilung geräth; dadurch wird fie zum rafchen Auffaugen durch das Waffer be-fonders geeignet.
Wenn der Umlauf des Waffers unterbrochen wird, trübt fich das Waffer ziemlich rafch. Schon diekurzen Paufen, die man bisweilen eintreten lallen mufs, reichen hin, die Durchfichtigkeit des Waffers zumindern und den Thieren Unbehaglichkeit zu verurfachen. Im Sommer muffen Mafchinen und Pumpenrafcher arbeiten als im Winter, weil alsdann das Waffer feiner höheren Temperatur wegen weniger Sauer-ftoff zurückhält; eben fo mufs ihre Thätigkeit befchleunigt werden, wenn den Thieren einmal zu vielFutter gegeben worden ifl. Es ift auch gut, wenn die Circulation fo eingerichtet werden kann, dafs dasWaffer in einigen Behältern öfter erneuert wird, als in anderen, weil die Thiere in verfchiedenem Mafsefauerfto ff bedürftig find.
Die Süfswafferbehältcr werden aus einem Hochbehälter, welcher von einerftädtifchen Leitung oder mittels Pumpwerk aus gegrabenen Brunnen gefüllt wird,mit ftets laufendem frifchem Waffer verfehen, während durch ein Ueberlaufrohr dasverbrauchte Waffer abfliefst. Die Zuführung des Waffers gefchieht durch eineRohrleitung bis über die einzelnen Thierbehälter. Ueber jedem der letzteren iftan einer Abzweigung der Rohrleitung ein Gummifchlauch angebracht, an deffenEnde eine feine, in eine Spitze ausgezogene Glasröhre fich befindet. Diefe Spitzemit einer Ausftrömungsöffnung von 2 bis 4 mm ift 10 bis 15 cm über dem Waffer-fpiegel angeordnet. In Folge des aus dem hoch liegenden Wafferbehälter her-