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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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Die Fenfter werden feiten breiter als 1,5 m gehalten; indefs genügt auchfchon 1,3 m Breite. Man laffe diefelben fo hoch als möglich an die Decke reichen.Da eiferne Fenfter keinen dichten Verfchlufs ermöglichen, auch die Wärme zu ftarkleiten, fo werden die Rahmen und Loshölzer am beften aus Holz, die Sproffen hin-gegen aus Eifen hergeftellt. Wegen der grofsen Höhe der Fenfter empfiehlt fichdie Anordnung von zwei Loshölzern, damit die einzelnen Fenftertheile nicht zugrofs ausfallen. Die Fenftertheile zwifchen Fenfter-Unterkante und unterftem Los-holz find zum Oeffnen einzurichten, damit die nothwendige Lüftung des Haufesvollzogen werden kann. Auch in den Theilen über dem oberften Losholz feheman aus gleichem Grunde einige Luftflügel vor.

Fi g- 533 «i. 534-

<)rangerie-Haus 489 .Arch.: Leroitx.

Die zur Verglafung der Fenfter dienenden Glasfeheiben werden ftumpf aneinander geftofsen und dazwifchen 7 bis 8 mm breite Bleiftreifen gelegt; durch diefesVerfahren wird ein möglichft dichter Verfchlufs erzielt. Vor die Fenftertheilezwifchen Fenfter-Unterkante und unterftem Losholz fetzt man bei ftrenger KälteLäden, um das Haus nicht zu ftark heizen zu muffen und doch feinen unterenTheil froftfrei zu erhalten; für diefe Läden, die von aufsen vorgefetzt werden, findgeeignete Ladenfalze vorzufehen. Will man an den Fenftern keine Blumen auf-ftellen, fo kann man ftatt der Läden auch thunlichft dichte Rouleaux vorfehen.

Um für die Zwecke der Durchlüftung nicht immer die Fenfter öffnen zu muffen,ordnet man in der Decke des Haufes Lüftungsfehlote an, welche bis über das Dachemporreichen; für die Luft-Zuführung dienen Luftklappen, welche man in den Sockel-mauern unter den Fenftern anbringt.

«) Facf.-Sepr. nach: M<

oniteur des arcJi. 1873, PI. 22.