Druckschrift 
Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
435
Einzelbild herunterladen
 

435

wirken laiTen. Indefs ift in einem folchen Falle auch das Pflanzenbaus zu unterkellern(Fig. 520 bis 524) und das betreffende Kellergewölbe auf ca. 30 cm Höhe mit Erdezu überfchütten, um eine Ausdünftung aus letzterer herzuftellen. Soll das Pflanzen-haus eine felbftändige Heizungsanlage erhalten, fo wird man diefe am beften imKellerraum unter demfelben anordnen, weil dadurch die gleichmäfsige Warmhaltungdes Pflanzenhaufes und die Erwärmung des Erdbodens begünftigt wird. Der übrigbleibende Theil des Kellerraumes kann zur Aufbewahrung von Geräthfchaften,Brennftoff etc. benutzt werden.

Bisweilen ift das Pflanzenhaus an einen im Obergefchofs gelegenen Wohnraumanzufchliefsen; alsdann erhält daffelbe einen geeigneten Unterbau, der zu Wohn-

Fig. 526.

Schaubild

zu

Fig. 525 483 ).

Arch.:Charßentier& Brotiffe.

^ <i&!fa&?zz!'*££^is&fa&

oder anderen Zwecken benutzt werden kann. In Fig. 527 bis 529 48 ±) ift einefolche Anlage dargeftellt, bei der das Pflanzenhaus an das im I. Obergefchofs gelegeneZimmer der Hausfrau ftöfst.

Es ift nicht immer der gleiche Raum eines Wohnzwecken dienenden Gebäudes,an welchen man das Pflanzenhaus anfchliefst; häufig findet man es an das Speife-zimmer, eben fo häufig an das Zimmer der Frau des Haufes angrenzend. Es folltefo gelegen fein, dafs man den Einblick in daffelbe möglichft oft geniefsen kann.

Die Temperatur eines folchen Schmuckhaufes foll 6 bis 9 Grad R. nicht über-fteigen; defshalb und aus dem weiteren Grunde, weil der Feuchtigkeitsgehalt derdarin enthaltenen Luft ein fehr bedeutender ift, ift ein folches Haus zum längeren

* s *) Facf.-Repr. nach: Moniteur des arch. 1869, PI. 49.