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411
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gedeckt, auch Zinkkafteh oder eine Kiesfchüttung auf Eifenroft. Das erwärmteWaffer circulirt vom Keffel aus in entfchiedener, im Haufe felbft in mäfsiger Stei-gung in den Zulaufrohren und fliefst in den fallenden Rücklaufrohren nach deinKeffel zurück. Kupferne Leitungen werden auch in vollftändigem Kreislauf angelegt;die Gehwege muffen dann die Leitungen überbrücken, oder aber die Leitungen muffenunter den Gehwegen verfenkt werden, und es kommen derartige Beugungen biszu 80cm Höhenunterfchied vor, ohne dafs belangreiche Störungen im Kreislauf be-merkbar würden. Zuweilen finden fich die Leitungsrohre auch unter den Gehwegenin gemauerten Canälen, welche oben mit durchbrochenen Gufseifenplatten abgedecktfind. Wo mehrere Keffel aufgefteJlt find, follte eine Verbindung zwifchen denfelbenvorgefehen fein, um bei vorkommenden Störungen und Ausbefferungen einen Keffelfür verfchiedene Abtheilungen gebrauchen zu können. Das Umlaufwaffer follfelbftverftändlich möglichft chemifch rein fein. Die Giefswafferbehälter muffen mitder Heizung in Verbindung gebracht werden, weil zum Begiefsen nur temperirtesWaffer gebraucht werden darf.

Für das Verhältnifs der Heizrohrfläche zum Rauminhalt eines zu erwärmenden,einfach beo-lasten Haufes einerfeits und zur Glasfläche andererfeits diene die folgendeTabelle, bei der eine Mitteldruckheizung mit gufseifernen Rohrfträngen voraus-gefetzt wird:

Man rechnet für lOcbm Raum

bei 6 bis 8 Grad R. Hauswärme 0,a bis 0,5 qm Heizfläche,

bei 10 bis 12 Grad R. » 0,6 bis l, 0 qm

bei 14 bis 16 Grad R. » 1,5 bis l, 8 qm »

Für 10qm Glasfläche rechnet man

bei (> bis 8 Grad R. Hauswärme 0, 9 bis 1,4 qm Heizfläche,

bei 10 bis 12 Grad R. > 1,5 bis l,.qm

bei 14 bis 16 Grad R. 1.« bis 2, 2 qm «n).

Die Lüftung der Culturhäufer, wie aller Pflanzenhäufer überhaupt, gefchieht 343.meifl in einfacher Weife. In den milden Mittagsftunden zur Winterszeit wird am Lüftung -Fufs des Haufes Luft eingelaufen, am beften durch doppelt verfchliefsbare Oeffnungen

im Steinfockel oder durch einen Luftfehacht. Eine zweite Gegenlüftung findet amFirft des Haufes ftatt Da diefer Punkt nicht leicht zugänglich ift, fo hat man ver-fchiedene Conftructionen angewandt, welche geftatten, von einer leicht zugänglichenStelle gewöhnlich im Vorraum durch Drehen einer Triebwelle, eine Anzahl vonFlügeln der oberften Reihe zu öffnen, und zwar follen die Luftflüge] der einenSeite des Satteldaches denjenigen der anderen Seite nicht gegenüber liegen.

Tn den einfach beo-lasten Culturhäufern des botanifchen Gartens zu Karlsruhehat man die nachgehende Vorkehrung (Fig. 477) getroffen.

461) Ueber die Heizung von Pflanzenhäufern flehe auch:Gewiichshaus mit Warmwafferapparat. Allg. Bauz. 1857, S. 193.Wörmann, R. W. A. Die Canal- und Ofenheizungen etc. Berlin 1864.WöRMANN R W. A. Die Circulations- und Waflerheizungen mit Nieder- und Hochdruck in ihrer Anwendung auf die

Gärtnerei. Berlin 1866.Gewächshausheizung nach DuMs'tchcm Syftem. Romberg's Zeitfchr. f. prakt. Bank. 1875, S. 46, 05.Le chan {Tage des fer res. La femaine des conß., Jahrg. xo, S. 184.Anlage der neuen Heizungen für die Gewächshäufer im Botanifchen Garten der Univerfität in Göttingen. Centralbl. d. Bau-

venv. 1866, S. 22, 34.Warmwaffcrheizung mit Rippen-Heizrohren und .Elementen in Gewächshäufern von C. TEUDLOFF & Th. DlTTRlCH. ÜHLANd's

Techn. Rundfchau, Jahrg. 4, S. 1.