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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
267
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30 cm über der Glasfläche zwifchen Rollenauf Rundeifen-Schienen laufen. Diefe ruhenauf Stützen, die an den lothrechten Stegender ' Sproffen befeftigt find. Zu gleichemZweck verwendet man mitunter über derDeckenverglafung auf Schienengleifen lau-fende Rollwagen, deren Räder durch einTriebwerk auf beiden Seiten gleichzeitig inBewegung gefetzt werden.

Solche Einrichtung ift im Kunfthiftorifchen Hof-mufeum zu Wien getroffen und aus Fig. 297 (S. 235) er-fichtlich. Mittels der Rollwagen kann man leicht zubeiden den Dachraum begrenzenden Glasflächen gelangen.

Zur Verdunkelung des Saales, wenn eineBerichtigung der Gemälde nicht ftattfindet,fo wie zur Erhaltung ihrer Farbenfrifchewerden zuweilen Vorhänge oberhalb desDeckenlichtes angeordnet (fiehe Art. 214,S. 246). Wie die Ausführung diefer Anlagezu bewerkftelligen ift, geht aus Fig. 337 319 )hervor.

Unter jedem der fünf Glasdächer, aus welchen dasDachlicht diefes Gemäldefaales zufammengefetzt ift, wardie abgebildete Einrichtung erforderlich. Zu diefem Be-huf wurde oberhalb der inneren Verglafung aa für denVorhang ii eine Aufwickelrolle c, deren Achfen abge-dreht find und in metallenen Lagern laufen, angebrachtund an diefer Rolle eine Zugfeheibe b von etwa 30 cmDurchmeffer befeftigt. Die Zugfchnur d d führt über eineLeitfeheibe e durch die Giebelwand des Glasdaches indas Freie oberhalb der Kiesdecke f des Holzcement-daches entlang und wird über eine ordnungsmäfsig inLagerböcken ruhende Rolle durch ein Kupferrohr zumSaalraum und hier in den Hohlraum der Wand hinterden Gemälden (fiehe Art. 240) geführt. Die Schnur trittauf Lambrishöhe hinter den Gemälden hervor und kannmit Leichtigkeit zum Aufziehen des betreffenden Vor-hanges benutzt werden. Das Herunterlaffen erfolgt felbft-thätig in Folge angeordneter Befchwerung am unterenEnde des Vorhanges ii. Die Befchwerung des unterenEndes war fchon aus dem Grunde geboten, weil der aus-gebreitete, feft aus einander gezogene Vorhang in ftraffer,möglichft gerader Lage verharren follte. Zu dem Endeift die Anordnung getroffen, dafs das untere Ende aneiner Welle m befeftigt ift, welche mit einem fchwerengufseifernen Räderpaare oder vielmehr mit conifch ge-formten kleinen Walzen verbunden ift. Diefe find mitMetalllagern verfehen und vermögen fich um die Wellezu drehen. Ihre Fahrbahn haben fie in zwei geneigtliegenden lj -Eifen. Ift der Vorhang hoch gezogen, fo

"'■') Nach: Haaemann's Zeitfchr. f. Bauhdw.Taf. II.

1892, S.