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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
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beifpieisvveife in der Gemälde-Galerie zu Caffel 315 ), oder an den Dachbindern be-feftigt, wie dies beim Alten Mufeum zu Berlin der Fall ift. Ueber das Deckenlichtwird die Verglafung zweckmäfsiger Weife nicht wagrecht, fondern beffer in Formeines flachen Satteldaches, Walmdaches oder Flachbogen-Daches etc. etwas anfteigendangeordnet. Die Conftruction deffelben wird in der Regel in einfacher Weife durchleichte eiferne Gefparre, über deren Firft- und Fufspfetten Sproffeneifen gelegt find,bewerkftelligt. Zur Deckenverglafung folltcn aus gleichen Gründen, wie zurDachverglafung, möglichft grofsc Glastafeln verwendet und die Benutzung von Kittenzu ihrem Verlegen vermieden werden. Falls Stofsfugen des Glafes vorkommen, fofind fie durch zwifchengclegtc, den Fenfterbleien ähnliche, gezogene Mcffingftreifenzu dichten. Die eifernen Lagerfproffen haben mitunter Zinkbekleidung; fo z. B. imAlten Mufeum zu Berlin, wo die letztere vergoldet wurde.

Für die Deckenverglafung wird gewöhnlich mattirtes, ß /4 ftarkes Glas ver-wendet. Die Glastafeln liegen am unteren Rand etwas höher, als die Rahmen-oberkante der Oeffnung, damit der in folcher Weife entftehende Zwifchenraum durchKlappen oder in fonft geeigneter Weife für die Lüftung des Saales nutzbar unddoch fchliefsbar gemacht werden kann. Aufserdem bedarf der zwifchen Decken-und Dachlicht befindliche Dachraum nicht allein ganz befonders kräftiger Lüftungs-vorkehrungen, fondern Finrichtungen zur Milderung und Abkühlung der Hitze, diezwifchen beiden Glasflächen im Hochfommer mitunter einen folchen Grad erreicht,dafs in den darunter liegenden Sälen die Luft faft unerträglich drückend erfcheint.Als Mittel gegen die Ueberhitzung giebt Tiedc' iX& ) das in England übliche, alljähr-liche Anftreichen der Glasdächer mit weifser Farbe, fo wie die Abkühlung derDachräume während der Nacht an, was bei völliger Dichtung der Saaldecke gegendas Durchdringen von Waffer durch geeignete Conftruction der Glasflächen undOeffnen des Zwifchenraumes nach aufsen zu bewirken ift.

Von der Glasdecke der Gemälde-Galerie zu Caffel (S. 239) fagt der Erbauer: »Auf diefe Weifebildet die matte Verglafung der Lichtöffnung ein Schutzdach für alles möglicher Weife eindringendeWaffer, das vermittels kleiner Rinnen am unteren Rande der Scheiben in leicht zu leerenden Gefäfsenaufgefangen wird.«

Die unbedingt nöthige Lüftung des Raumes zwifchen der Decken- und Dach-verglafung hat aber die unvermeidliche Folge, dafs Temperaturgrad und Feuchtig-keitsgehalt der Luft über und unter der Decke oft fehr verfchieden find und daheran der inneren Fläche der dicht aufliegenden Scheiben fich die Feuchtigkeit derwarmen Saalluft niederfchlägt.

Gegen diefen Mifsftand hilft nur die Anordnung einer doppelten Verglafung,Decken- die zwifchen fich eine abgefchloffene Luftfchicht hält. Hierdurch wird natürlichverglafung e j ne we jj- erc Abfchwächung des Lichtes herbeigeführt.

Das Deckenlicht des Gemäldefaales zu Emden 317 ) ift doppelt. Die obere Verglafung befteht ausganz undurchfichtigem Glas, die untere, innere Verglafung aus mattirtem Glas, deffen glatte blanke Seitenach oben gelegt ift. Die Lüftung des Saales wird mittels des durchbrochenen Friefes, welcher denZwifchenraum zwifchen der Deckenöffnung und der Glasdecke darüber ausfüllt, bewirkt.

Reinim ^ ur Reinigung un d Ausbefferung der Glasdecken von Dach- und Deckenlichtern

der dienen Laufftege, fo wie fefte oder bewegliche Leitern 318 ), welche letztere 20 bis

Glasdecken.

,ls ) Siehe: Zeitfchr. f. Bauw. 1879, S. 18; 1886, S. 176.

•) In: Deutfehes Bauhandbuch. Band II, Theil 2. Berlin 1884. S. 556.M1 ) Nach: Visser, a. a. O.318 ) Siehe Theil III, Band a, Heft 3 (Abth. III, Abfchn. 1, C) diefes «Handbuches«.

236.Doppelte