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bewirkt das Gewicht der Walzenräder auf der geneigten Fahrbahn das Herabziehen des Vorhanges, dasin jedem beliebigen Stande gehemmt werden kann. Die über die Dachfläche entlang geführten Schnürefind mittels dicht gefehloffener Umkleidungen gegen Witterungseinflüffe gefchützt.
Die vcrfchicdenen unter der Glasdecke oft angebrachten Vorrichtungen zurDämpfung oder Verdunkelung des Scheitellichtes find in Art. 213 u. 214 (S. 243bis 246) genügend befchrieben.. 2 39- Bezüglich der Fenfteröffnungen von Gemälderäumen mit Seitenlicht wurde be-
fenfter, reits in Art. 220 (S. 249) aus einander gefetzt, dafs fie erft über Augenhöhe be-ginnen, fo nahe als möglich der Decke endigen und mit fehr fchrägen Laibungenverfehen fein follen. Falls man jedoch durch Rückfichten auf die äufsere Architekturdes Bauwerkes veranlafft ift, die Lichtöffnung der Cabinete in der Brüftungshöheder übrigen Fenfter zu begrenzen, fo find die unteren Scheiben mindeftens bisAugenhöhe abzublenden. Diefe können dann als Lüftungsflügel benutzt werden.Selbft über Augenhöhe werden mitunter Blenden vor der unteren Reihe von Scheibenangebracht (fiehe Art. 222, S. 250). Diefe Blenden muffen jedoch fo befchaffenfein, dafs fie fich bei trübem Wetter befeitigen laffen. Der übrige Theil des Fenfters,zuweilen die ganze Lichtöffnung dcffelben, pflegt mit einer grofsen Spiegclglastafelverglast zu werden. Vorkehrungen zum Ocffnen und Reinigen derfelben, fo wieVorrichtungen zum Anbringen und Ziehen der Vorhänge find unentbehrlich.
In der Gemälde-Galerie zu Caffel find die unteren Luftflügel der Cabinet-Fenfter 32(l ) mit Fifchbändernund Basculeftangen befchlagen, die Spiegelglastafeln mit einfachen Vorreibern beteiligt, die nur mit einembeftimmten Inftrument geöffnet werden können.
Die beim Umbau des Alten Mufeums zu Berlin eingerichteten Cabinete 321 ) haben Fenfter, derenSpiegelglasfcheiben, einfehl. Rahmen, 2,23 X 3,15 m meffen. Um einen fo grofsen Flügel öffnen zu können,war eine befondere Bewcgungsvorrichtung nothig. Die Handhabung, welche in gewöhnlicher Brüftungs-höhe erfolgt, wirkt auf eine ruderartige Uebertragung, mittels deren der grofse Spiegelglasflügel ausden Falzdichtungen herausgefahren, bis zu i) cm lichter Weite geöffnet und in gleicher Weife wiederzurückbewegt werden kann. Auf diefer Strecke gefchieht die Führung des Flügels während feinerDrehung durch die Art der Bewegungsvorkehrung. Soll er noch weiter geöffnet werden, was indefs nurbei gröfseren Reinigungen der Spiegelglastafel zu gefehehen hat, fo muffen zur Verfteifung der Rechtecks-fläche Dreiecksverbandftangen eingelegt werden. Diefe find mit dem einen Ende am Drehpunkt, undzwar oben an dem fich öffnenden Flügel, befeftigt und hängen gewöhnlich lothrecht an der Drehachfedes Fenfters herab. Die untere abgeblendete Fenftcrfläche ift in drei Theile getheilt, von denen zwei alsLüftungsflügel dienen. Unter ihnen erftreckt fich noch ein Stück ganz gefchloffener Fenftcrfläche vonfolcher Höhe, dafs daran die von unten nach oben zu ziehenden Vorhänge angebracht werden konnten,ohne dafs fie in ruhendem Zuftand weder durch das Oeffnen der Luftfliigel behindert, noch mit derFenfterbank und dem fich zeitweife dort anfammelnden Schweifswaffer oder Staub in Berührung kommen,da fie unten auf ausgekragten, meffingenen Haltern aufliegen.
Mitunter findet man aufser den von unten nach oben aufzuziehenden Vor-hängen auch folche, die von oben herabgelaffcn werden können. Da, wo die Vor-hänge zum Schutz gegen die unmittelbaren Lichtftrahlen während der Befuchszeitherabgelaffcn werden muffen, ift ein heller, faft weifser Stoff geeignet.Bader- ^ re ' ft cnen de Scherwände werden entweder wie gewöhnliche bewegliche Bretter-
wände, wände oder, wie in Fig. 341, aus Rahmftücken, Füllungen und Simswerk angefertigt,tefte, unbewegliche Behangwände pflegen aus ftarken Brettern, mit Stollcnhölzernin Entfernungen von 1,2 bis l,s "\ oder aus Wellblech mit Holzfchalung hergeftelltzu fein.
Letztere Anordnung ift in Fig. 319 (S. 251), erftere in Fig. 318 (S. 250) angedeutet. Aehnlichlefer wurden beim Gemäldcfaal zu Emden (flehe Art. 238) zwifchen Wandtäfelung und Deckenfries ftarke
»?») Siehe
Zeitfchr. f. Hnuw.
1879, S. =4.
32 ') Siehe
Zeitfchr. f. Ii.iuw.
1886, S. 173