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vermieden. PJaftifche Ge- Fig. 327.
genftände werden vonoben herab nicht fo ftarkbefchattet, wie bei fteileinfallendem Scheitellicht.Allerdings fteht all diefenVortheilen auch ein Nach-theil gegenüber. Man er-hält nämlich unter derfeitlichen LichtöfTnung eineminder gut — nur durchfteiles Streiflicht und zu-rückgeftrahltes Licht —beleuchtete Wand. Aberdiefer Uebelftand kannwenig fühlbar gemachtwerden, wenn diefe un-günftigere Wand für min-derwerthige Sammlungs-gegenftände, für erläu-ternde Abbildungen u. f. w.ausgenutzt wird.
Diefe Art von Beleuchtung
ift in der neu eingerichteten Samm- im Alber-
lung der Abgüffe im Albertinum zu
Dresden durchgeführt. Fig. 327 303 ) zeigt den Querfchnitt eines der 10,so m breiten Säle des nordweft-lichen Flügels, auf deren ganze Länge fich das einfeitige, in die Deckengewölbe einfchneidende Hochlichterftreckt; hiermit ift eine ganz vorzügliche Wirkung erzielt worden. Gleiches gilt für die Mittelfäledes in Fig. 328 303 ) dargeftellten Flügels deffelben Gebäudes. Die Nebenräume werden theils durchSeiten-, theils durch Deckenlicht erhellt.
Schnitt eines Saales mit einfeitigem Hochlicht
232.Gas-beleuchtu
d) Künftliche Beleuchtung.
In Mufeen ift künftliche Beleuchtung bislang nur vereinzelt eingeführt worden,und zwar hauptfächlich in folchen Sammlungen, die denjenigen Claffen der Be-völkerung, welche den Tag über beftändig in Arbeit verbringen muffen, Abendsgeöffnet fein follen.
Zu diefem Zwecke ift fchon in den fünfziger Jahren im South-Kenfington-Mufeum zu London, bald nach deffen Entftehung, Gasbeleuchtung eingerichtetworden, und zwar nicht allein in den glasbedeckten Höfen der Sammlungen ausden einzelnen Kunftperioden iart-courts) , fondern auch in den dortigen Gemälde-Galerien.
Fig. 329 verdeutlicht diefe allerdings ziemlich urfprüngliche Beleuchtungseinrichtung. Sie beftehtaus zwei Reihen von Gasflammen, die über der Bilderzone in der Mitte des Saales auf die ganze Längedeffelben angebracht find. Die Verbrennungsgafe entweichen durch die Öffnungen des Deckenlichtes.
Eine derartige Anlage erfcheint für die Zwecke eines Mufeums nach unferenheutigen Anfchauungen nur als ein Nothbehelf, insbefondere für Gemälde-Galerien,
a- x> r i_ i Na ° h den P,änen des Geheimen Oberbauraths und Oberlandbaumeifters a. D. Herrn Canzler zu Dresden. (Vergl.die Befchreibung und die Abbildungen des Albertinums unter f.)